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Grenze
Verurteilter Geldwäscher nach jahrelanger Flucht in Haft

Bundespolizei
Die Bundespolizei hat einen verurteilten Geldwäscher festgenommen. (Symbolbild) Foto: Sven Hoppe
Mindestens sechs Jahre lang entzieht sich ein verurteilter Straftäter den deutschen Behörden. Doch dann will er in einem Bus einreisen. Was an der Schweizer Grenze geschah.

Weil am Rhein. Nach mindestens sechs Jahren auf der Flucht hat die Bundespolizei einen per nationalem Haftbefehl gesuchten Mann in Weil am Rhein (Kreis Lörrach) festgenommen. Der 49-Jährige hatte am Samstag in einem Fernreisebus aus Italien gesessen, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Bus war auf der Autobahn am Grenzübergang kontrolliert worden.

Dabei stellte sich heraus, dass ein bayerisches Gericht den Mann 2019 wegen Geldwäsche zu einer Geldstrafe von 7.200 Euro verurteilt hatte. Den Angaben nach bezahlte er weder die Gerichtsschulden noch trat er die Ersatzfreiheitsstraße an, sondern tauchte stattdessen unter. Darauf wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein nationaler Haftbefehl erlassen.

Wie sich nun laut der Bundespolizei herausstellte, wohnte der Mann in Italien. Weil er die Geldstrafe am Samstag am Grenzübergang nicht begleichen konnte, kam er demnach ins Gefängnis. Dort verbüßt er nun eine mehrmonatige Ersatzfreiheitsstrafe.

© dpa-infocom, dpa:260407-930-914098/1