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Bürger wehren sich gegen mehr Lärm und Staub

Sie fürchten mehr Lärm, Staub, Erschütterungen und machen deshalb gegen die Pläne der Firma Klöpfer mobil, den Steinbruch in Rielingshausen noch mehr zu erweitern. Die Bürgerinitiative, die sich jetzt gegründet hat, nennt sich „Bürger gegen Steinbruch“. Jetzt haben sie auch Banner aufgehängt, und sie planen in der nächsten Zeit noch so einiges.

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An den Ortseingängen von Rielingshausen hat die Bürgerinitiative „Bürger gegen Steinbruch“ diese Banner aufgehängt.

Ludwigsburg. „Wir wollen Rielingshausen so bewahren, wie es ist“, sagt Carmen Kiesele, eine der Sprecherinnen der inzwischen bereits 200-köpfigen Bürgerinitiative.

Der Steinbruch ist bereits mehrfach erweitert worden und wird – bereits genehmigt – in Zukunft auch noch einmal erweitert werden; die darüber hinausgehende gewünschte Expansion wollen die in der Initiative engagierten Bürger nun aber nicht mehr hinnehmen. „Es gibt schon jetzt Sprünge in den Häusern, und wenn gesprengt wird, klirren die Gläser im Schrank“, schildert Carmen Kiesele das Leben in der Nähe eines Steinbruchs. Außerdem litten die Einwohner unter dem Staub: „Wenn gesprengt wird, sieht das aus wie bei einer Explosion. Der Westwind bläst alles zur Wohnbebauung hin.“

Worüber sich die Aktivisten vor allem Sorgen machen: Durch den erweiterten Steinbruch könnten Bauplätze unattraktiver werden und weniger junge Leute nach Rielingshausen ziehen. „Aber wir brauchen die jungen Leute, allein schon, um unsere Grundschule zu erhalten, deren Bestand immer mal wieder auf der Kippe steht, “ sagt Carmen Kiesele. Zudem fürchten viele Rielingshäuser um den Wert ihrer Immobilie: „Da habe ich mir als private Altersvorsorge ein Häuschen zusammengespart – aber was ist, wenn ich das nicht mehr zu einem guten Preis verkaufen kann, um meine Pflege zu finanzieren?“, fasst die Sprecherin der Bürgerinitiative die Bedenken vieler Rielingshäuser zusammen.

Den Erfolg ihrer Initiative schätzen die Aktivisten als gut ein. „Wir erhoffen uns große Chancen, da das Verfahren zur Umwandlung von Ackerland noch nicht eröffnet ist“, sagt Carmen Kiesele. Das 17-köpfige Kernteam der Bürgerinitiative setzt jetzt vor allem auf Aufklärung. An den Ortseingängen und in der Nähe des Steinbruchs hängen Banner. In Kirchberg, Erdmannhausen und Affalterbach – das besonders vom Lkw-Verkehr betroffen ist – werden Flyer verteilt. Am kommenden Samstag und am darauffolgenden Samstag ist die Initiative mit einem Infostand auf dem Wochenmarkt vertreten. Auch beim Weihnachtsmarkt in Rielingshausen am 2. Dezember wollen sie vertreten sein. In der Woche vom 13. bis 19. November soll ein Runder Tisch stattfinden.

Info: Heute, Mittwoch, 8. November, trifft sich die Initiative um 19.30 Uhr in Lika’s Restaurant. Internet: www.buergergegensteinbruch.de.