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Die erste Schachschule im Land

Qualitätssiegel überreicht – 35 der 175 Schüler gehören einer Arbeitsgemeinschaft an – Nuri Günay ist deutscher Schulmeister

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Bei einer kleinen Feierstunde wurde das Siegel überreicht. Das Bild zeigt (von links) die Schüler Nuri, Tom, Hande, Beyza, Alper, Schulleiter Hakan Cakar, Sonja Klotz (Deutsche Schachjugend), Anne Kathrin Müller (Integrationsbeauftragte der Stadt), Daniel Hoefer (Beauftragter Bezirksschulschach), Robert Ruff (Schachtrainer). Foto: Oliver Bürkle

Ludwigsburg. Viele Schüler und Lehrer der Carl-Friedrich-Gauß-Schulen hatten sich vor dem Schulgebäude versammelt, als Sonja Klotz das Qualitätssiegel der Deutschen Schachjugend überreichte. „Damit sind wir die erste und einzige Schachschule in Baden-Württemberg“, freute sich Hakan Cakar, Geschäftsführer der Privatschule an der Martin-Luther-Straße. Deutschlandweit tragen 60 Schulen diese Auszeichnung.

Schach spielt an den Carl-Friedrich-Gauß-Schulen eine starke Rolle: 35 der insgesamt 175 Kinder und Jugendlichen gehören einer Arbeitsgemeinschaft an. Wer dieses Spiel besonders gut beherrscht, wird Mitglied der VIP-Arbeitsgemeinschaft. Trainiert werden die Jugendlichen von Robert Ruff aus Sachsenheim. Die Bemühungen haben bereits Früchte getragen: So hat Nuri Günay im vergangenen Jahr bei der deutschen Schulschach-Meisterschaft in der Einzelwertung den ersten Platz erreicht. „Richtig stolz sind wir auf unsere Mädchen-Schach-AG“, sagte Hakan Cakar.

Für ihn handelt es sich beim Schach um viel mehr als ein Hobby: „Die Erfolge stärken die Schüler in ihren Sozialkompetenzen“, zeigt er sich überzeugt. Betreut werden die Schachspieler der Schule von Mustafa Kemal Yilmaz.

„Eure Schule hat ganz klar Note eins verdient“, richtete sich Sonja Klotz, die stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Schachjugend, an die Schüler. Sie wies auf die hervorragenden Bedingungen hin, unter denen die Schüler spielen können. Das Schachspiel sei im Schulprofil verankert, und es gebe eine Kooperation mit dem Schachverein Sachsenheim. Außerdem stehe der Arbeitsgemeinschaft ein eigener Raum zur Verfügung, hob sie hervor, bevor sie die Plakette an Hakan Cakar überreichte. Diese soll nun den Eingangsbereich zieren. „Es ist ein großer Wert, dass Sie Kinder und Jugendliche für Schach begeistern“, richtete sich Anne Kathrin Müller an die Schulleitung und die Lehrkräfte. Die Integrationsbeauftragte der Stadt Ludwigsburg hob hervor, dass dies eine Alternative zu digitalen Medien sei. Die Schüler spielen aber nicht nur Schach: Die überdimensionalen Spielfiguren, die für die kleine Feierstunde vor dem Schulhaus aufgestellt worden waren, haben Schüler der Technik-AG aus Holz hergestellt.