Ludwigsburg. Ein Großbrand auf dem Gelände eines Kleintierzuchtvereins in Ludwigsburg-Pflugfelden hat am Samstagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Ein Vereinsgebäude stand vollständig in Flammen. Rund 90 Tiere konnten die Einsatzkräfte aus den brennenden und gefährdeten Bereichen retten. Verletzt wurde niemand.

Gegen 22 Uhr war die Feuerwehr zu dem Brand alarmiert worden. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte die Flammen sowie Rauch erkennen. Als sie auf dem Vereinsgelände eintrafen, stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr begann umgehend mit den Löscharbeiten. Gleichzeitig machten sich Einsatzkräfte daran, die Tiere aus ihren Käfigen zu befreien. Dafür mussten sie unter anderem Gitter mit Bolzenschneidern und Brechwerkzeugen öffnen. Die rund 90 geretteten Tiere wurden anschließend in freien Boxen auf dem Gelände untergebracht. Ein Tierarzt untersuchte ihren Zustand vor Ort.
Flammen nach zwei Stunden unter Kontrolle
Die Löscharbeiten gestalteten sich unter anderem wegen der schwierigen Wasserversorgung auf dem Gelände aufwendig. Zusätzliche Löschfahrzeuge und Geräte zur Wasserförderung mussten angefordert werden. Nach rund zwei Stunden hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle. Anschließend suchten Einsatzkräfte unter Atemschutz nach verbliebenen Glutnestern. Dabei half eine Drohne mit Wärmebildkamera, die Brandherde aus der Luft aufzuspüren. Eine Brandwache blieb bis in die frühen Morgenstunden vor Ort.

Insgesamt waren 110 Feuerwehrleute mit 24 Fahrzeugen rund acht Stunden im Einsatz. Wie es zu dem Brand kam, ist bislang unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine Angaben vor.
