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Fahrradtour
Fit mit dem Fahrrad in den Frühling

Bevor man den Frühling auf dem Sattel des Fahrrads genießt, lohnt sich ein frühzeitiger und gründlicher Rundum-Check
Bevor man den Frühling auf dem Sattel des Fahrrads genießt, lohnt sich ein frühzeitiger und gründlicher Rundum-Check Foto: freepik
So macht man das Rad startklar und sicher für die kommende warme Jahreszeit.

Wenn die Tage länger werden, die Sonne wieder wärmt und der Frühling lockt, wächst bei vielen die Lust, das Fahrrad aus dem Winterschlaf zu holen. Doch bevor die erste Tour ins Grüne startet, lohnt sich ein gründlicher Frühjahrscheck. Denn Kälte, Feuchtigkeit und lange Standzeiten hinterlassen oft ihre Spuren – selbst bei hochwertigen Rädern.

Putzen kommt zuerst

Der erste Schritt ist eine gründliche Reinigung. Schmutz, Salzreste und Staub setzen sich über den Winter gern an Rahmen, Kette und Ritzeln fest. Mit warmem Wasser, etwas Fahrradreiniger und einer weichen Bürste lassen sich diese Rückstände entfernen. Ein sauberes Rad sieht nicht nur besser aus, es macht auch Schäden schneller sichtbar.

Reifen und Luftdruck prüfen

Nach längerer Standzeit verlieren Reifen oft Luft. Daher sollte unbedingt der Druck geprüft und der Reifen auf den empfohlenen Wert aufgepumpt werden. Auch ein Blick auf das Profil lohnt sich: Risse, poröse Stellen oder abgefahrene Laufflächen sind ein klares Zeichen dafür, dass ein Reifenwechsel nötig ist.

Bremsen: Sicherheit geht vor

Funktionierende Bremsen sind das A und O. Darum testen, ob die Bremshebel leichtgängig sind und ob die Bremsklötze noch ausreichend Material haben. Bei Felgenbremsen sollten die Beläge sauber auf der Felge aufliegen, bei Scheibenbremsen empfiehlt sich eine kurze Prüfung auf ungewöhnliche Geräusche oder Schleifen.

Kette und Schaltung pflegen

Die Kette ist besonders anfällig für Rost und Verschleiß. Nach dem Reinigen sollte sie neu geölt werden – überschüssiges Öl anschließend abwischen. Auch die Schaltung freut sich über Aufmerksamkeit: Lässt sich diese sauber hoch- und runterschalten? Falls nicht, kann eine kleine Justierung große Wunder wirken.

Schrauben, Licht und Zubehör

Ein kurzer Rundgang mit dem Inbusschlüssel sorgt dafür, dass Lenker, Sattel und Schutzbleche fest sitzen. Außerdem die Beleuchtung prüfen – gerade Akkulampen haben über den Winter oft an Leistung verloren. Klingel, Reflektoren und Ständer runden den Frühjahrscheck ab.

Wann in die Werkstatt?

Wer sich unsicher ist oder sein Rad besonders lange nicht benutzt hat, ist mit einem professionellen Check in der Fahrradwerkstatt gut beraten. Dort werden Verschleißteile überprüft und sicherheitsrelevante Komponenten fachgerecht eingestellt. Mit ein wenig Zeit und Pflege wird aus dem abgestellten Winterrad schnell wieder ein zuverlässiger Begleiter. Und dann steht den ersten Frühlingskilometern – ob auf dem Weg zur Arbeit oder bei der Wochenendtour – nichts mehr im Weg. Und sollte das alte Rad schon einige Jahre auf dem Buckel haben, lohnt es sich, auch mal über ein neues nachzudenken. (red)