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Umweltschutz

Flüchtlinge helfen bei Putzete mit

Das Schmuddelwetter hat die Helfer am Wochenende nicht davon abhalten können, an den jährlichen Orts- und Markungsputzeten teilzunehmen und den Müll am Straßenrand einzusammeln. In Kirchheim hatten sich acht syrische Flüchtlinge an der Aktion beteiligt.

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Auch in Kirchheim hat sich die Putzete gelohnt. Fotos: Alfred Drossel
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Jungfeuerwehrleute säubern den Enzplatz vor Besigheims schönster Ansicht.
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In Freudental suchen die Helfer die Ränder des Königsträßles nach Müll ab.

Ludwigsburg. Geputzt und aufgeräumt wurde am Samstag in Besigheim, Kirchheim und Freudental. Übereinstimmend stellten die Teilnehmer fest, dass die Landschaft dank der regelmäßigen Putzeten sauberer geworden sei. Dennoch seien diese Aktionen nötig, betonte Rolf Zeller von der Besigheimer Stadtgärtnerei. Andrea Fritz von der Gemeindeverwaltung Kirchheim ist mit dem Ergebnis zufrieden. Rund 30 Müllsäcke mit Abfall seien eingesammelt worden. Freudentals Bürgermeister Alexander Fleig, der selbst mitsammelte, freute sich über die rege Beteiligung von Jung und Alt bei der vierten Putzete in der Gemeinde.

Besigheims Bürgermeister Steffen Bühler hatte die Helfer am frühen Morgen im Bauhof willkommen geheißen und sich vorab für den Einsatz bedankt. Organisator Rolf Zeller teilte die rund 100 Helfer in die 17 Sammelbezirke ein. In Ottmarsheim haben diese Aufgabe Walter Ziegler und Thomas Herbst übernommen. Die Geo-Cacher stellten die größte Gruppe, gefolgt von der Jugendfeuerwehr. In Ottmarsheim waren einige Kinder dabei. Schon am Vortag hatten Schulklassen die Wege um die Schulen nach Müll abgesucht. Dort und entlang der Bundesstraße wird am meisten weggeworfen. In Ottmarsheim sind die Kreisel und die Zufahrt ins Industriegebiet zeitweise regelrecht vermüllt. Gefunden und eingesammelt wurden Autoreifen, Plastikteile und Flachmänner. Mit drei Fahrzeugen haben die Mitarbeiter des Bauhofs die vollen Müllsäcke eingesammelt.

In Kirchheim sind es die Sportfischer, die seit Jahren am Ufer des Neckars eine Frühjahrsputzete organisieren. Vor vier Jahren hat sich die Gemeinde angeschlossen und die Putzete auf das gesamte Ortsgebiet ausgedehnt. Neben den Kirchheimer Anglern haben sich auch Mitglieder des Angelsportvereins Bissingen beteiligt, die am Neckar ein Fischwasser betreuen.

Traditionell beteiligten sich in Kirchheim auch Mitglieder des türkisch-islamischen Kulturvereins, die sich die Bahnhofsgegend vornahmen. Mit geholfen haben dieses Mal auch acht syrische Flüchtlinge. „Das halte ich für eine gute Sache“, sagte der Vorsitzende der Angler, Heinrich Schenk. Er wertete dies als Zeichen erfolgreicher Integration. Noch schöner wäre es allerdings, wenn sich die Kirchheimer Vereine stärker in die Putzete mit einbringen würden, betonte er. Schenk berichtete von zwei Kühlschränken, die Unbekannte am Neckar abgelegt hätten. Diese großen Teile müsse diese Woche der Bauhof entsorgen. Zahlreiche Flachmänner habe man um die Spielplätze in Kirchheim gefunden, beklagte Angler-Pressesprecher Birger Romler. 30 Säcke Müll sammelten die Helfer in Kirchheim ein. Zum Abschluss wurde auf dem Bauhofgelände gegrillt.

50 Helfer zogen am Samstag auch in Freudental los. Zum vierten Mal fand hier so eine Putzete statt. Auffallend viele Senioren haben sich daran beteiligt – mit dabei waren auch der 66-jährige Hartmut Sehberger und die 69-jährige Monika Diener. Sie verstärkten die Gruppe, die entlang des Königsträßles Müll aufsammelte. In der Gruppe von Schultes Alexander Fleig sammelte auch die fünfjährige Levi mit. Schulkinder hatten bereits am Freitag bei einer Putzaktion rund ums Schulhaus einiges an Abfällen aufgesammelt. In Freudental wurden die Helfer nach Abschluss der Aktion zum Leberkäsvesper eingeladen.