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Musikschüler spielen Sponsoren ein fulminantes Dankeschön

Die Jugendmusikschule Ludwigsburg ließ im Kulturzentrum ihre Besten an die Instrumente. Oberbürgermeister Werner Spec: „Das sind unglaubliche Musikschüler.“

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Ludwigsburg. Mit einem fulminanten Konzert bedankte sich die Jugendmusikschule am Donnerstagabend im großen Saal des Kulturzentrums bei ihren Sponsoren und Förderern. Mit der zwölfjährigen Trompeterin Johanna Spegg, dem zwölfjährigen Fagottisten Tobias Reikow und dem 13-jährigen Klarinettisten Aaron Ritter stellte die JMS Talente vor, die sich für den Bundeswettbewerb Jugend musiziert qualifiziert haben. Wie die Lehrkräfte blinden Schülern das Klavierspielen beibringen, zeigte das Beispiel von Pervin Yavus, die über die Improvisation zu ihrem Instrument gefunden hat.

Oberbürgermeister Werner Spec sah und hörte „unglaubliche“ Schüler in einer Stadt, wo die Musikschule nicht städtisch ist, sondern als Verein firmiert. Und dieser Verein, so Spec, dürfe nicht auch noch mit einem stagnierenden Zuschuss bestraft werden.

Porsche, die Firma Lotter, die Kreissparkasse, die Wüstenrot-Stiftung, der Freundeskreis, die Stadt – die erste Vorsitzende des Vereins Jugendmusikschule Ludwigsburg, Sandra Stegmann, konnte gar nicht alle Sponsoren aufzählen, die Freude an der musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen haben. Mit dem Sponsoring arbeiten sie an dem für Ludwigsburg politisch formulierten Ziel mit, jedem Kind, egal aus welchen Verhältnissen, einen Zugang zur Musik zu ermöglichen.

Stegmanns Informationen nach sind gegenwärtig 80 Prozent der Grundschulkinder damit abgedeckt. Im Zuge der Begabtenförderung können Musikschüler vom Elementarfach bis zur Vorbereitung auf ein Hochschulstudium betreut werden.

Werner Spec musste dem Konzertpublikum „etwas ganz Persönliches verraten“: „Manchmal lacht auch bei einem Oberbürgermeister das Herz, wenn er sieht, wie viele Leute dafür stehen, Kinder und Jugendliche zu fördern.“ Mit der Musikschule als Verein, das sieht der OB ganz klar, wird die Stadt entlastet. Eine so „grossartige Initiative aus der Stadtgesellschaft heraus“ hat nicht jeder Bürgermeister.

Wie flexibel die Musikschule ist, zeigte sich bei einem UkulelenTrio, dessen südamerikanische Musik mit dem gezupften Cello unterstützt wurde, weil die Schule keine Bass-Ukulele hat. Das änderte am Donnerstagabend kurzerhand der Rotaryclub, welcher noch im Konzert erklärte, er werde dieses Instrument für die Schule anschaffen.

Für alle, die bei dem Konzert nicht dabei sein konnten: Es fehlen noch 2000 Euro für das letzte Klavier, das die Musikschule erworben hat. Bei den jungen Pianisten geht es zwar auch vierhändig, aber ein bisschen mehr in die Fläche gehen können möchte die Jugendmusikschule Ludwigsburg schon noch.