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Verwaltungsstelle Rielingshausen bekommt Sammelbox für Handys

Eine Halbzeitbilanz der zunächst auf drei Jahre angelegten Stelle für bürgerschaftliches Engagement bei der Stadtverwaltung hat der Rielingshäuser Ortsvorsteher Eberhard Ruoff im Ortschaftsrat vorgestellt.

Ludwigsburg. Die von Stelleninhaberin Andrea von Smercek angestoßenen Projekte, zum Beispiel eine neue Freiwilligenbörse oder die Zertifizierung Marbachs als Fairtrade-Stadt, stießen im Gremium auf breite Zustimmung.

Von Smercek habe sich gut eingearbeitet, lobte Christdemokrat Jochen Biesinger, vermisste allerdings Projekte in Rielingshausen. „Das kann für uns sprechen und bedeuten, dass wir beim bürgerschaftlichen Engagement schon gut aufgestellt sind.“

Eine ursprüngliche Aufgabe sei aber die Unterstützung der örtlichen Vereine gewesen, so Biesinger weiter, beispielsweise bei globalen Themen wie der Einführung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Die bereits angestoßenen Projekte sollten weitergeführt werden. Aber gerade für kleinere Vereine sei es schwierig, Ehrenamtliche für zusätzliche Aufgaben zu finden. „Sie brauchen Unterstützung, um die Vielfalt im Vereinsleben langfristig zu erhalten“, sagte Biesinger.

Der Erste Beigeordnete Gerhard Heim zeigte sich skeptisch. Unterstützung für Vereine sei grundsätzlich wünschenswert. Von Smercek sei aber schon jetzt gut ausgelastet, die angesprochenen Hilfestellungen fielen eher in die Zuständigkeit der jeweiligen Dachverbände. „Das sage ich auch als Vereinsvorstand“, betonte Heim, selbst Mitglied im Vorstand des TSV Benningen.

Trotz dieser Absage profitieren die Rielingshäuser demnächst auf unbürokratische Weise von der neu geschaffenen Stelle. Denn in Zusammenarbeit mit dem BUND Marbach-Bottwartal hat von Smercek bereits eine Sammelstelle für ausrangierte Handys im Foyer des Marbacher Rathauses auf den Weg gebracht. „So eine Sammelstelle könnten wir doch auch in der Rielingshäuser Verwaltungsstelle einrichten“, regte Ortschaftsrätin Christiane Scheuing-Bartelmess (SPD) an. Ortsvorsteher Eberhard Ruoff stimmte zu. „Das ist kein großer Aufwand. Wir stellen eine Box hin, da sind wir flexibel.“