Ludwigsburg. Eine 22-jährige Frau und zwei 21 und 22 Jahre alte Männer sollten am Busbahnhof durch Vollstreckungsbeamte der Polizei einer Kontrolle unterzogen werden, heißt es in einer Mitteilung. Der 20-jährige Mann gab an, keinen Ausweis bei sich zu haben, worauf er nach Ausweisdokumenten durchsucht werden sollte, so die Polizei. Unvermittelt versuchte er, sich der Kontrolle zu entziehen, und rannte davon.
Ins Gesicht geschlagen
Der 49 Jahre alte Polizeibeamte brachte den 20-Jährigen hierauf zu Fall, um die Flucht zu unterbinden. Als der Polizeihundeführer nun versuchte, ihn zunächst zu fixieren, schlug und trat der 20‑jährige Tatverdächtige gezielt nach dem 49‑jährigen Polizisten und traf ihn im Gesicht. Sein hinzueilender 23-jähriger Kollege wurde von einem Faustschlag an der Schulter getroffen. Im weiteren Verlauf schlug und trat der Tatverdächtige derart unkontrolliert um sich, dass eine Fixierung nicht möglich war, er sich erneut losriss und flüchtete, heißt es weiter.
Die Polizeibeamten nahmen gemeinsam mit der Diensthündin zu Fuß die Verfolgung über die Karlstraße auf. Im weiteren Verlauf konnte die Flucht durch die Diensthündin im Bereich eines Schulhofs eines Gymnasiums gestoppt werden, indem sie den 20-Jährigen biss. Da sich der 20-Jährige weiterhin massiv gegen den 23 Jahre alten Beamten und die Diensthündin wehrte, gelang es erst mit Hilfe seines hinzukommenden 49-jährigen Kollegen, den Tatverdächtigen zu fixieren und vorläufig festzunehmen.
Beide Polizeibeamten erlitten Verletzungen, ebenso die Diensthündin.
Im Zuge des tätlichen Angriffs erlitt auch der 20-Jährige selbst Verletzungen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurde er auf freien Fuß gesetzt. Möglicherweise war ein psychischer Ausnahmezustand die Ursache für die Tat. Die Ermittlungen dauern an. (red)
