Gerlingen. „Das ist seltsam“, sagt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Denn im gleichen Gerlinger Gebäuderohbau wie am 23. Februar dieses Jahres kam es am Mittwochfrüh wieder zu einem Dachstuhlbrand.
Gegen 5.25 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Ludwigsburg die Freiwilligen Feuerwehren Gerlingen und Ditzingen. Sie sollten zum Kreuzungsbereich Ditzinger-/Christophstraße ausrücken. Knapp 60 Einsatzkräfte und 16 Fahrzeuge waren vor Ort. Wie unsere Zeitung aus Feuerwehrkreisen erfuhr, brannte beim Eintreffen der ersten Kräfte der gleiche Dachstuhl wie im Februar lichterloh.
Sofort sei ein umfassender Löschangriff mit mehreren Rohren sowohl im Innen- als auch im Außenangriff gestartet worden. Die Löscharbeiten gestalteten sich laut Denis Blos von der Feuerwehr Gerlingen schwierig: „Die Kollegen mussten mit Atemschutz die Dämmung öffnen, um an die Glutnester zu gelangen.“ Dabei waren auch Kettensägen im Einsatz.
Wie Andreas Häcker von der Ditzinger Wehr ergänzt, blieb der Einsatzleitwagen aus Schöckingen mit der Feuerwehrdrohne bis zum Abschluss der Löscharbeiten vor Ort. Insgesamt waren 45 Feuerwehrleute im Einsatz.
Das könnte die Brandursache sein
Bei dem betroffenen Gebäude handelte es sich laut Polizei um einen unbewohnten Rohbau eines Mehrfamilienhauses. Wehrkräfte der Feuerwehr konnten das Feuer löschen. Gemäß den ersten Ermittlungen dürfte ein technischer Defekt an einem Elektrogerät im Wohnhaus die Ursache für das Feuer gewesen sein. Durch den Brand entstand ein Schaden von rund 300.000 Euro, verletzt wurde niemand.
Ditzinger Straße voll gesperrt
Während des Einsatzes musste die Ditzinger Straße, zwischen den beiden Kreisverkehren der Hauptstraße und der Hofwiesenstraße, für den Verkehr in beide Richtungen voll gesperrt werden. Der Polizeiposten Gerlingen hat die Ermittlungen übernommen.
Bereits am 23. Februar kam es im selben Objekt ebenfalls zu einem Brand im Dachstuhl. Auslöser waren damals Schweißarbeiten gewesen. (red)

