Ludwigsburg. Wegen unklarer Rauchentwicklung im Dachbereich eines Wohnkomplexes an der Wernerstraße/Martin-Luther-Straße war die Feuerwehr gegen 9.30 Uhr ausgerückt. In dem betroffenen Wohnkomplex war am vergangenen Wochenende bereits ein Brand in der Tiefgarage ausgebrochen.
Die Rauchentwicklung war ausschließlich im Dachbereich auf der Gebäuderückseite feststellbar. Wohnungen waren laut Mitteilung der Feuerwehr nicht betroffen.
Mit Hilfe einer Drehleiter und einer tragbaren Leiter erkundeten die Einsatzkräfte die Lage. Parallel wurde eine Wohnungstür mit Spezialwerkzeug geöffnet, um auch diesen Bereich kontrollieren zu können. Für einen möglichen Löschangriff standen Einsatzkräfte unter Atemschutz bereit.
Das war der Grund für den Rauch
Es stellte sich heraus, dass der Rauch aus einer Dehnfuge zwischen zwei Gebäudeteilen austrat. Dabei handelt es sich um eine schmale bauliche Trennung zwischen Gebäudeteilen, die je nach Bauweise nur teilweise ausgefüllt beziehungsweise abgedichtet ist. Um die betroffene Stelle von oben zu erreichen, mussten die Einsatzkräfte die Dachhaut aufwendig in Handarbeit öffnen. Anschließend konnte die Dehnfuge gezielt mit Wasser abgelöscht werden.
Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen musste die Martin-Luther-Straße für den Verkehr gesperrt werden.
Die Feuerwehr Ludwigsburg war mit rund 30 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen insgesamt etwa vier Stunden im Einsatz. Unterstützt wurden die Einsatzmaßnahmen durch die Polizei des Polizeireviers Ludwigsburg.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ob ein Zusammenhang zwischen der aktuellen Rauchentwicklung und dem Tiefgaragenbrand am vergangenen Wochenende besteht, kann die Feuerwehr Ludwigsburg derzeit nicht beurteilen. (red)

