Ludwigsburg. Es war ein Kohlenstoffmonoxid-Melder (CO-Melder) am Rettungsrucksack einer Rettungsdienstbesatzung, der in der Nacht zum Mittwoch einen Großeinsatz der Feuerwehr in Ludwigsburg-Eglosheim nach sich zog.
Kurz nach dem Betreten des Mehrfamilienhauses in der Frankfurter Straße löste der CO-Melder aufgrund einer erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Konzentration aus. Die Feuerwehr Ludwigsburg rückte mit sechs Fahrzeugen und rund 30 Personen nach Eglosheim aus. Die Einsatzkräfte konnten fünf Personen rechtzeitig warnen und aus dem Gebäude begleiten. Alle Betroffenen - laut Polizei eine 25-jährige Frau, ein 46-jähriger Mann sowie drei Kinder im Alter zwischen 3 und 9 Jahren - wurden ins Krankenhaus gebracht.
Die Feuerwehr Ludwigsburg führte nach eigenen Angaben mit mehreren Trupps unter Atemschutz umfangreiche Messungen im Gebäude durch, bei denen erhöhte Werte festgestellt wurden. Unterstützt wurden sie dabei durch den Fachberater Chemie sowie den bei der Feuerwehr Ludwigsburg stationierten Gerätewagen Messtechnik.
Nach einer intensiven Belüftung des Gebäudes sowie der Überprüfung der Gastherme konnten die Werte deutlich gesenkt werden.
Die Polizei teilte am frühen Donnerstagabend mit, dass die erhöhte Konzentration des lebensgefährlichen Gases "mutmaßlich durch einen baulichen Mangel im Bereich eines Kamins entstanden sein könnte" - das heißt also: Vermutlich durch einen defekten Kamin.
„Ein CO-Melder kann Leben retten“, so die Feuerwehr. „Hätten die Bewohner im vorliegenden Fall nicht aufgrund von Unwohlsein den Rettungsdienst verständigt, wäre die lebensbedrohliche Situation vermutlich unentdeckt geblieben.“ Besonders bei Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen werde die Installation eines CO-Warners empfohlen. (red)
