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Scheune in Flammen
Millionenschaden: 60 Rinder sterben bei Großbrand in Oberriexingen

Bei Eintreffen der Feuerwehr stehen zwei Scheunen bereits im Vollbrand.
Bei Eintreffen der Feuerwehr stehen zwei Scheunen bereits im Vollbrand. Foto: privat
Mitten in der Nacht ist auf einem Aussiedlerhof in Oberriexingen ein Feuer ausgebrochen. Mehrere Rinder sterben in den Flammen, der Sachschaden ist riesig.

Oberriexingen. Auf einem Aussiedlerhof nördlich von Oberriexingen ist es in der Nacht auf Mittwoch zu einem Großbrand gekommen. Die Meldung bei der Integrierten Leitstelle ging gegen 1.30 Uhr ein, sagte ein Sprecher der Polizei.

Scheune in Vollbrand

Als Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei vor Ort ankamen, standen bereits zwei Scheunen im Vollbrand. Zudem griff das Feuer auf zwei Wohnhäuser über. Eines der Wohnhäuser wurde leicht beschädigt, im zweiten Wohnhaus brannte der Dachstuhl.

Personen seien bei dem Brand nicht verletzt worden, so der Polizeisprecher. Allerdings sind rund 60 Rinder in den Flammen verendet. Nach ersten Schätzungen liege der Schaden bei etwa fünf Millionen Euro.

Rund 250 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Die Nachlöscharbeiten ziehen sich stundenlang. Auch ein Hubschrauber unterstützte den Einsatz aus der Luft. Er sollte den Rauch beobachten und prüfen, ob für nahegelegene Wohngebiete eine Gefahr besteht. Im Zuge der Löscharbeiten mussten die Wehrkräfte Gebäudeteile der abgebrannten Scheunen einreißen. Die Brandursache ist bisher noch unbekannt.

Bürgermeister Ron Keller, der sich privat bei der Feuerwehr in Bietigheim-Bissingen engagiert, ist vor Ort und unterstützt, wo er kann. „Wir haben außerdem das Problem, dass Diesel und Öle ausgelaufen sind“, sagt er. Deshalb ist auch die Untere Wasserschutzbehörde gerufen worden.

Im Einsatz waren rund 250 Feuerwehrkräfte mit 50 Fahrzeugen. Neben der Feuerwehr Oberriexingen seien auch die Wehren aus Vaihingen, Sachsenheim, Markgröningen, Remseck, Bietigheim-Bissingen, Sersheim, Ludwigsburg, Mühlacker und Walheim vor Ort gewesen, so Bürgermeister Keller. Außerdem der Kreis- und der Bezirksbrandmeister, der Rettungsdienst und die Polizei.

Warnapp schlägt Alarm

Der Katastrophenschutz des Landkreises Ludwigsburg und die Nina Warnapp warnten in der Nacht und am Morgen vor starker Rauchentwicklung in Ober- und Unterriexingen. Die Bereiche um die Einsatzstelle seien weiträumig gesperrt. Es wurde empfohlen, das betroffene Gebiet zu umfahren. Außerdem sollten Türen und Fenster geschlossen werden. Inzwischen ist die Warnmeldung aufgehoben.

Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen, diese dauern an.

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