Ludwigsburg. Laut Pressemitteilung erfüllt die Ludwigsburger Klinik die Voraussetzungen zur Erbringung spezieller neurologischer und neuroradiologischer Leistungen für andere Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen.
Neurovaskuläre Zentren stellen die höchste Versorgungsstufe für Schlaganfälle, Hirnblutungen und andere komplexe Erkrankungen der Hirngefäße dar. Sie übernehmen nicht nur die Behandlung schwer betroffener Patienten, sondern koordinieren auch die Versorgung in der gesamten Region. Kennzeichnend für das Zentrum in Ludwigsburg sind der Netzwerkgedanke und die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen wie Neurologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie, Gefäßchirurgie, Kardiologie und Intensivmedizin. Regelmäßige gemeinsame Fallkonferenzen ermöglichen die fachübergreifende Beurteilung besonders komplexer Fälle. Diese Expertise steht rund um die Uhr zur Verfügung, heißt es in der Mitteilung des Klinikums.
Gleichzeitig übernimmt das Zentrum koordinierende Aufgaben in der Zusammenarbeit mit Rettungsdiensten und Kliniken in der Region, in der Weiterbildung medizinischer Fachkräfte sowie in der Information der Bevölkerung. Denn gerade bei schweren neurovaskulären Notfällen zählt jede Minute. „Die Auszeichnung als Neurovaskuläres Zentrum ist für uns eine große Anerkennung unserer langjährigen Arbeit und Expertise. Gleichzeitig ist sie ein klarer Auftrag, die Versorgung von Schlaganfällen und komplexen neurovaskulären Erkrankungen in der gesamten Region weiter zu verbessern“, wird Prof. Dr. Christian Förch, Ärztlicher Direktor der Klinik für Neurologie und Leiter des Zentrums in der Mitteilung zitiert.
Fachübergreifende Teams
Auch die Neurochirurgie ist als Teil des interdisziplinären Teams eng in die Versorgung eingebunden. „Entscheidend ist, dass für jede Patientin und jeden Patienten rasch die richtige Behandlungsstrategie gefunden wird. Wir tragen dazu mit unserer operativen und neurointensivmedizinischen Expertise als Teil des interdisziplinären Teams bei“, sagt Prof. Dr. Oliver Sakowitz, Ärztlicher Direktor der Klinik für Neurochirurgie.
Prof. Dr. Stephan Meckel, Ärztlicher Direktor des Instituts für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie, erklärt: „Mit modernsten, besonders schonenden Verfahren können wir heute selbst komplizierte Erkrankungen der Hirngefäße häufig ohne große Operation behandeln.“ Dazu gehören beispielsweise Hirnaneurysmen, Gefäßverengungen oder angeborene Gefäßfehlbildungen, die mithilfe feinster Katheter behandelt werden können.
Vorteil für Patienten
Für Patientinnen und Patienten bedeutet die neue Einstufung vor allem schnellere, besser abgestimmte und hochspezialisierte Behandlung – insbesondere bei zeitkritischen Erkrankungen wie dem Schlaganfall.
Um als Neurovaskuläres Zentrum anerkannt zu werden, muss das Klinikum höchste Anforderungen erfüllen. Dazu zählen unter anderem eine spezialisierte Stroke Unit, modernste Bildgebung, interventionelle Katheterverfahren, neurochirurgische Eingriffe rund um die Uhr sowie zertifizierte Qualitätssicherungsverfahren und hohe Fallzahlen. (red)


