Markgröningen. Aus Sicht der Polizei war der Schäferlauf 2026 ein gelungenes Fest. Über die vier Festtage hinweg sei die Veranstaltung weitestgehend friedlich verlaufen, heißt es in der Bilanz des Präsidiums Ludwigsburg. Am Samstagabend wurden allerdings 18 Besucher im „Fragezeichen“ von einem Unbekannten verletzt, der auf einer Tanzfläche Reizgas in die Menge gesprüht haben soll.
Eine Person musste zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Das wurde verbessert
Das gemeinsam mit der Stadt erarbeitete Sicherheitskonzept sei im Vorfeld erneut überprüft, weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen angepasst worden, teilt die Polizei weiter mit. Insbesondere die Zufahrtssperren und der Überfahrtschutz an den neuralgischen Zufahrten auf das Festgebiet wurden verbessert.
Erstmals wurde das Einsatz- und Kräftekonzept um eine Flugverbotszone und Drohnenabwehr erweitert. Es wurden vier Drohnen detektiert, drei davon innerhalb der Verbotszone. „Die Erfahrungen beim Schäferlauf zeigen, dass wir auch neuen Gefahrenlagen mit moderner Technik wirksam begegnen“, resümiert Hans-Christian Hecker, Leiter des Polizeireviers Vaihingen.
Das sagt Revierleiter Hans-Christian Hecker
Im Vergleich zur polizeilichen Bilanz des Vorjahres war eine Zunahme der Körperverletzungsdelikte zu verzeichnen. Polizistinnen und Polizisten waren in sechs Fällen selbst Ziel von Straftaten. „Angriffe auf Einsatzkräfte werden wir nicht tolerieren. Wir werden bei solchen Vorfällen konsequent einschreiten und Straftaten verfolgen“, so der Revierleiter.
Sowohl in der intensiven Vorbereitungsphase als auch während der Veranstaltung hätten die Stadt Markgröningen und die Polizei eng zusammengearbeitet. Durch die gemeinsame Planung und Umsetzung des Sicherheitskonzepts habe eine Atmosphäre beim Traditionsfest geschaffen werden können, in der fröhlich und weitestgehend unbeschwert gefeiert werden konnte. (red)



