Ludwigsburg. Im Ermittlungskomplex „Frost“, der durch die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg geführt wird und in dem, neben weiteren Ermittlungsverfahren, auch die Schüsse vom 26. April 2025 in der Ludwigsburger Oststadt bearbeitet werden, kam es zu einer weiteren Festnahme. Das teilen die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit. Die Schussabgabe wird als versuchter Mord in zwei tateinheitlichen Fällen eingestuft.
Ein 29 Jahre alter Mann war im Zuge der andauernden intensiven Ermittlungen in den Fokus geraten. Er wird verdächtigt, als Anstifter zu dem versuchten Mord in Ludwigsburg fungiert zu haben. Anfang Mai nahmen die türkischen Behörden den Tatverdächtigen in der Türkei fest. Gegen ihn lag ein internationaler Haftbefehl vor, der vorab von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragt und durch das Amtsgericht Stuttgart erlassen worden war.
Der 29-Jährige soll eine der Schlüsselfiguren der von Europol geführten Operational Taskforce GRIMM sein und war in diesem Zusammenhang als eine der meistgesuchten Personen Europas Gegenstand öffentlicher Fahndungsmaßnahmen. Das Bundeskriminalamt fungiert in der Operational Taskforce GRIMM als zentrale Ansprechstelle für Deutschland und koordiniert unter anderem den internationalen polizeilichen Informationsaustausch.
Die Ermittlungen im gesamten Komplex „Frost“ dauern weiter an. (red)


