Ludwigsburg/Hof. Studierende und Alumni der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg haben bei den 60. Internationalen Hofer Filmtagen mehrere Auszeichnungen erhalten. Der Diplomspielfilm „Paradeisa“ von Marleen Valien gewann drei Preise. Er erzählt von der elfjährigen Lou, die ihrem Künstlervater hilft, seinen Tod vorzutäuschen. So sollen seine Bilder an Wert gewinnen. Valien erhält den Friedrich-Baur-Goldpreis mit einem Goldbarren im Wert von rund 35.000 Euro und einem einjährigen Mentoring. Mentorin Nicolette Krebitz lobt die Leichtigkeit, mit der der Film von Tod, Kunst und Familie erzählt. Der mit 2.500 Euro dotierte Bild-Kunst-Förderpreis für Szenenbild geht an Teresa Berner und Felicitas Antonia Püls. Die Jury hebt die Details und die kontrastreiche Filmwelt hervor. Zudem erhält „Paradeisa“ den Hofer Kritikerpreis für Beste Regie und Beste Produktion. Die Jury würdigt das Zusammenspiel von Komödie und Coming-of-Age-Drama, die Animationen und den kreativen Freiraum für die Regisseurin.
Preise auch für Horrorkomödie und Dokumentarfilm
Alexander Peskador gewinnt mit „Dosenmutter“ den mit 2.500 Euro dotierten Pharos Shiver Screen Award. In der Horrorkomödie kehrt eine verstorbene Mutter als Kaffeedose zurück und verteidigt ihr Haus. Die Jury lobt die präzise Inszenierung, den trockenen Dialogwitz, das Ensemble und überraschende Wendungen.
„Kan Kardesi – Those in Between“ von Esra Laske erhält eine lobende Erwähnung im Dokumentarfilmwettbewerb „Granit“. Der Film begleitet zwei junge Menschen im geteilten Zypern. Die Jury lobt Laskes behutsamen Zugang, das Vertrauen ihrer Protagonisten und die Nähe der Kamera. Die Filme sind bis zum 1. November über die HoF-On-Demand-Plattform abrufbar.



