Gerlingen/Leonberg. Der Brand eines Lastwagens Anfang März hatte verheerende Schäden im Tunnel hervorgerufen: Die Sicherheitseinrichtung wurde auf den ersten 300 Metern komplett zerstört. Leitungen für Strom und Funk, die Beleuchtung sowie Schilder waren verschmort, Teile der Betondecke eingerissen. In den vergangenen Tagen und Nächten hat die Autobahn GmbH nach eigenen Angaben die Weströhre und die Abluftkanäle gereinigt. Der beschädigte Beton wurde entfernt und eine neue Spritzbetondecke eingebaut. Zudem wurde eine provisorische Beleuchtung installiert. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wird bis zur Wiederherstellung der vollständigen Sicherheitseinrichtungen während der Öffnung der vom Brand betroffene Bereich durch Beauftragte der Autobahn GmbH überwacht.
Einer der Orte, die unter dem zusätzlichen Verkehr besonders zu leiden haben, ist Heimerdingen. Schon seit Jahrzehnten ist zwar eine Umfahrung geplant, aktuell kommt das jedoch zu spät. Hoffnung hatte die Ditzinger Stadtverwaltung deshalb in Pförtnerampeln gesetzt, um die Staus zumindest aus dem engen, historischen Kern herauszuhalten. Die Verantwortung dafür liegt aber beim Landkreis, der das wegen der Verlagerung der wartenden Fahrzeuge vor eine Ortsgrenze nur ungern genehmige. Seit Dienstag sind nun allerdings doch – und bis auf Weiteres –Pförtnerampeln aufgestellt, von Rutesheim und Hemmingen her kommend. „Danke für die Unterstützung und rasche Lösung!“, freute sich Bürgermeister Ulrich Bahmer.
Ebenfalls noch staugeplagter als ohnehin schon ist Hemmingen. Bürgermeister Thomas Schäfer zeigte sich nach der Ankündigung über die Teilöffnung erleichtert. „Das wäre schneller als gedacht und wenigstens ein Ende mit Schrecken“, sagte er im Gemeinderat. (jsw)
Schadenshöhe steht noch nicht fest
Für weitere Sanierungsarbeiten wird die Weströhre bei Bedarf in der verkehrsarmen Zeit nachts gesperrt. Die Öffnung weiterer Fahrstreifen kann erst erfolgen, wenn die entsprechende Sicherheitstechnik vollumfänglich eingebaut ist, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Derzeit fehlen hierfür noch Ersatzteile. Daher ist der Zeitpunkt für eine Öffnung weiterer Fahrstreifen noch nicht abschätzbar, so die Autobahn GmbH. Es wird nach heutigem Stand noch mehrere Wochen dauern. Zur Schadenshöhe im Tunnel können noch keine Aussagen gemacht werden. Entsprechende Gutachten sind beauftragt.
Test der Brandmeldeeinrichtungen in der Oströhre
Im Zuge der Baumaßnahme in der Oströhre des Engelbergtunnels (Fahrtrichtung Heilbronn) werden am Wochenende die automatischen Brandmeldeeinrichtungen getestet. Dabei handelt es sich um eine planmäßig angesetzte Sicherheitsmaßnahme, die nicht im Zusammenhang mit dem Lastwagen-Brand vom 3. März in der Weströhre steht. Für die Prüfung muss der Engelbergtunnel von Samstag, 21. März, 22 Uhr, bis Sonntag, 22. März, 10 Uhr in beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt werden. Um Verkehrsbeeinträchtigungen zu minimieren, findet die Maßnahme in der verkehrsarmen Nachtzeit statt, heißt es in der Pressemitteilung. Während der Sperrung wird der Verkehr über die ausgeschilderte Umleitung über Leonberg und Ditzingen geführt. (red)
