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Mit Musik durch zwei Jahrhunderte
Liederkranz Kornwestheim begeistert mit seiner „Zeitreise von Abba bis Schubert“

Ein Höhepunkt des Abends war der gemeinsame Auftritt von Chor und Akkordeon-Orchester.
Ein Höhepunkt des Abends war der gemeinsame Auftritt von Chor und Akkordeon-Orchester. Foto: Thomas Kolin
Der Liederkranz unter der Leitung von Enrico Trummer nahm sein Publikum beim Jahreskonzert auf eine musikalische Reise durch gut 200 Jahre Musikgeschichte.

Kornwestheim. Gemeinsam mit dem Akkordeon-Orchester Kornwestheim, dem Schulchor der Schillerschule sowie Tenor-Solist Jörg Aldag und Michaela Hertmann-Trummer am Klavier entstand ein abwechslungsreicher Konzertabend, der Tradition, Unterhaltung und musikalische Vielfalt auf eindrucksvolle Weise verband, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Romantische Männerchorwerke

Eröffnet wurde das Konzert mit der Württemberg-Hymne „der reichste Fürst“, der von E. Trummer speziell für den Männerchor arrangiert wurde. Es folgten vier romantische Männerchorwerke des 19. Jahrhunderts. Mit Franz Schuberts „Die Nacht“, Silchers „Frisch gesungen“ und Kreutzers „Schon die Abendglocken klangen“ wurde die Klangwelt der Romantik lebendig. Auch Brahms‘ „Ungarischer Tanz Nr. 6“ brachte bereits im ersten Teil Schwung und Dynamik in das Konzert. Das Akkordeon-Orchester brachte anschließend eine abwechslungsreiche und beschwingte Note in das Konzertprogramm. Mit Brahms‘ „Ungarischem Tanz Nr. 5“, Dvoráks „Slawischem Tanz Nr. 10“ und dem schwungvollen „Frühlingsstimmen Walzer“ von Johann Strauss sorgten die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Richard Bintz mit ihrer Spielfreude für lebendige Kontraste.

Gemeinsamer Auftritt von Chor und Orchester

Ein erster Höhepunkt des Abends folgte im gemeinsamen Auftritt von Chor und Akkordeon-Orchester mit Johann Strauss‘ berühmtem Walzer „An der schönen blauen Donau“. Dieser beinhaltete auch ein Solo-Passage, die von den beiden Tenören Andreas Kurzer und Jörg Tittel hervorragend umgesetzt wurde. Beim mitreißenden „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauss (Vater) als Finale des ersten Programmteils animierte Trummer das begeisterte Publikum zu rhythmischen Klatscheinlagen.

Schulchor begeistert das Publikum

Nach der Pause übernahm der Schulchor der Schillerschule die Bühne und begeisterte das Publikum mit viel Freude, Energie und kreativen Choreografien. Unter der Leitung von Lehrerin Yana Shevlyuga präsentierten die Kinder die Lieder „Singen macht Spaß“, „Der Löwe schläft heut Nacht“ und „Wenn der Elefant in die Disco geht“. Besonders die gelungenen Bewegungsabläufe und die lebendige Bühnenpräsenz der Kinder sorgten für heitere Stimmung im Saal und wurden mit großem Applaus belohnt.

Zuhörer pfeifen gerne mit

Die musikalische Zeitreise erreichte im zweiten Programmteil dann das 20. Jahrhundert. Das „Berliner Luft“-Potpourri von Paul Lincke sowie der „Sportpalast-Walzer“ von Friedrich Translateur entführten die Zuhörer in die goldenen Zwanzigerjahre. Gerade der „Sportpalast-Walzer“ entwickelte sich zu einem der denkwürdigsten Momente des Abends: Beim zweiten Walzerteil pfiff das Publikum begeistert mit und verwandelte den Konzertsaal in einen großen musikalischen Gemeinschaftsmoment.

Für einen besonderen musikalischen Akzent sorgte anschließend der Soloblock mit Tenor Jörg Aldag.

Langanhaltender Applaus

Im letzten Konzertteil schlug der Liederkranz schließlich die Brücke zur modernen Popmusik. Mit „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader, „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und Herbert Grönemeyers „Männer“ zeigte der Chor seine Vielseitigkeit auch im populären Repertoire - einmal mehr souverän und versiert am Klavier begleitet von Michaela Hartmann-Trummer. Den stimmungsvollen Abschluss des Konzerts bildete schließlich Abbas „Mamma Mia“, das vom Chor gemeinsam mit dem Akkordeon-Orchester präsentiert wurde. Das begeisterte Publikum dankte es mit langanhaltendem Applaus und nochmaligem kräftigen Mitklatschen bei der„Radetzky-Marsch“-Zugabe.