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Tanz-Projekt

Auma Obama zu Gast in Aldingen

Bis ins Viertelfinale hat es Auma Obama, die Halbschwester des früheren US-Präsidenten Barack Obama, zusammen mit dem Profitänzer Andrzej Cibis bei der Fernsehshow „Let’s Dance“ geschafft. Am Wochenende besuchte sie ihren Trainer in seinem Tanzstudio in Aldingen. Die beiden planen eine Kooperation, die Kindern zugutekommt.

Andrzej Cibis hat sich mit Auma Obama bei der Fernsehshow „Let’s Dance“ bis ins Viertelfinale getanzt. Foto: Holm Wolschendorf
Andrzej Cibis hat sich mit Auma Obama bei der Fernsehshow „Let’s Dance“ bis ins Viertelfinale getanzt. Foto: Holm Wolschendorf
Bild: dpa
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Remseck. Die Kinder und Jugendlichen standen nach dem gemeinsamen Workshop geduldig Schlange für Autogramme und schließlich wurden auch noch jede Menge Fotos mit dem TV-Star gemacht. Auma Obama war am Samstag im Tanzstudio Royal Dance in Aldingen zu Gast. Und wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung verriet, wird es in Zukunft wohl weitere Besuche in Remseck geben.

Die in Kenia geborene Germanistin, Soziologin, Journalistin und Autorin hatte im Frühjahr erfolgreich an der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ teilgenommen, bei der prominente Persönlichkeiten von professionellen Turniertänzern trainiert werden und sich dann mit verschiedenen Darbietungen einer Jury stellen.

Einer dieser Profitänzer, der auch schon in früheren Staffeln der Show mitgewirkt hat, ist Andrzej Cibis. Zusammen mit seiner Frau Victoria Kleinfelder-Cibis ist er nicht nur auf dem internationalen Parkett erfolgreich. Die beiden betreiben auch in Aldingen eine Tanzschule.

In der 14. Staffel der Fernsehshow durfte der 33-jährige Andrzej Cibis mit der 61-jährigen Auma Obama tanzen und er war – wie er unserer Zeitung gegenüber versicherte – auf Anhieb begeistert, eine derart prominente Partnerin an seiner Seite zu haben. Das Paar schlug sich gegenüber der starken Konkurrenz sehr wacker, überzeugte die Jury und erzielte am Ende immerhin einen respektablen fünften Platz.

Eine Freundschaft ist entstanden

Durch das stundenlange tägliche Training über mehrere Wochen für die Showauftritte verbrachten die beiden im Frühjahr eine Menge Zeit miteinander. Dabei entstand eine Freundschaft, die nun auch in eine Kooperation im pädagogischen Bereich münden wird. In deren Mittelpunkt stehen Kinder in Kenia, in Afrika und überall in der Welt.

„Kinder wollen lernen, sie wollen Erfolg haben und kreativ sein, Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen“, sagte Auma Obama. Diese Werte würden auch im Tanz vermittelt, fügte sie an und legte dabei den Schwerpunkt auf das Paartanzen, bei dem es eben auch auf Rücksichtnahme und Empathie ankomme.

„Wir haben auch nach Let’s Dance immer Kontakt gehalten, jetzt hat es mit einem Wiedersehen geklappt“, freute sich Andrzej Cibis und brach schließlich mit seinem prominenten Gast sowie seiner Familie zum gemeinsamen Essen ins Lokal „Bootshaus“ auf, wo weitere Details der Kooperation besprochen werden sollten. Angedacht sind Workshops in Remseck, bei denen dann auch online mitgemacht werden kann. So soll es Kindern und Jugendlichen in Kenia ebenfalls möglich sein, das Paartanzen zu erlernen.

Auma Obama, die in Deutschland studierte und promovierte, ist mit ihrer Stiftung „Sauti Kuu“ viel unterwegs, ihr Lebensmittelpunkt ist aber Kenia. Sie will eine starke Stimme für die Kinder in Afrika sein und ihnen die Möglichkeit geben, ihr Leben selbst zu bestimmen. „Die Kinder brauchen dringend eine Perspektive“ sagte Obama. Dafür müssten soziale Fähigkeiten vermittelt werden, fügte sie an. Die Coronapandemie habe auch in Kenia für wirtschaftliche Probleme gesorgt und das Leben vor allem für die Kinder nicht einfacher gemacht. Überzeugend vermittelte sie dabei in Aldingen ihr Anliegen, sie erwies sich als Botschafterin mit viel Ausstrahlung und Charme. „Wir freuen uns, dass Remseck international aufgestellt ist, hier leben immerhin Menschen aus 101 Nationen“, sagte Oberbürgermeister Dirk Schönberger, der ebenfalls zu einem Gespräch mit dem prominenten Gast ins Tanzstudio gekommen war.

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