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Automatensprenger vor Gericht

Verhandlung beginnt am 10. Mai – Bei Einsatz in Erligheim festgenommen

Tatort Erligheim: die örtliche Sparkassen-Filiale am Morgen nach der versuchten Sprengung. Archivfoto: Alfred Drossel
Tatort Erligheim: die örtliche Sparkassen-Filiale am Morgen nach der versuchten Sprengung. Foto: Alfred Drossel

Besigheim-Ottmarsheim Erligheim/Heilbronn. Der Mann, der im vorigen Jahr gemeinsam mit einem Komplizen versucht hatte, Geldautomaten in Ottmarsheim und Erligheim zu sprengen, muss sich nun vor dem Heilbronner Landgericht verantworten. Angeklagt ist er unter anderem wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Der Prozess beginnt am kommenden Montag, 10. Mai, vorgesehen sind vier weitere Verhandlungstage. 29 Zeugen sollen dabei zu Wort kommen.

Dem Angeklagten wird im Wesentlichen zur Last gelegt, dass er am 20. Oktober vorigen Jahres in Ottmarsheim gemeinsam mit einem Mittäter einen Bankautomaten gesprengt und dabei rund 136000 Euro erbeutet haben soll. Wie mehrfach berichtet waren die Ermittler nach einem Zeugenhinweis auf die Spur der Tatverdächtigen gekommen und ließen daraufhin am 12. November eine Bankfiliale in Erligheim überwachen. In dieser Nacht sollen der Angeklagte und sein Komplize den dortigen Geldautomaten gerade für die Sprengung vorbereitet haben, als Spezialkräfte der Polizei zugriffen. Der Mittäter, ein 58-jähriger Mann, habe sich den Beamten mit einem Schraubenzieher in der Hand entgegengestellt und wurde erschossen. Er erlag trotz Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort seinen Verletzungen. Der Angeklagte, Jahrgang 1991, sei vom Tatort geflohen, wurde aber noch am gleichen Tag festgenommen. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft. (ck)