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Fahne gegen Atomwaffen
Bürgermeister setzen Zeichen für den Frieden

Oberbürgermeister Jürgen Kessing mit der Flagge der Bürgermeister für den Frieden.
Oberbürgermeister Jürgen Kessing mit der Flagge der Bürgermeister für den Frieden. Foto: privat
Am Flaggentag der Mayors for Peace bekennt sich Bietigheim-Bissingen gemeinsam mit über 600 deutschen Städten klar zur nuklearen Abrüstung.

Bietigheim-Bissingen. Vor dem Rathaus in Bietigheim-Bissingen weht am 8. Juli erneut die Flagge der internationalen Organisation Mayors for Peace. Gemeinsam mit über 600 Städten in Deutschland erinnert die Stadt damit an den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki vor genau 80 Jahren – und setzt ein deutliches Zeichen für eine friedlichere Welt ohne Atomwaffen.

Oberbürgermeister Jürgen Kessing betont die Dringlichkeit der Botschaft: „Atomwaffen sind ein Risiko für die Menschheit. Wir fordern Abrüstung statt Aufrüstung.“ Die aktuellen Entwicklungen geben Anlass zur Sorge: Laut dem Friedensforschungsinstitut SIPRI existieren weltweit über 12.000 nukleare Sprengköpfe, die Arsenale werden modernisiert, insbesondere China baut rasant aus. Hinzu kommt, dass der New START-Vertrag zwischen den USA und Russland Anfang 2026 ausläuft – eine Verlängerung ist nicht in Sicht.

Recht spricht gegen Atomwaffen

Der Flaggentag erinnert zudem an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom 8. Juli 1996. Darin wird der Einsatz und die Drohung mit Atomwaffen als völkerrechtswidrig eingestuft. Gleichzeitig mahnt das Gutachten, dass die Staaten verpflichtet sind, ernsthafte Verhandlungen zur vollständigen nuklearen Abrüstung zu führen.

Weltweites Netzwerk für Frieden

Die Mayors for Peace wurden 1982 vom Bürgermeister Hiroshimas ins Leben gerufen. Heute zählt das Netzwerk über 8.480 Mitgliedsstädte in 166 Ländern – allein in Deutschland sind es rund 900. Ihr Ziel: Eine Welt frei von Atomwaffen und ein friedliches Miteinander der Völker.