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Bundes-CDU: Gramling und Bilger setzen auf Brinkhaus

Foto mit der Kanzlerin: Bei der konstituierenden Sitzung der Unionsfraktion traf Fabian Gramling auf Angela Merkel. Foto: privat
Foto mit der Kanzlerin: Bei der konstituierenden Sitzung der Unionsfraktion traf Fabian Gramling auf Angela Merkel. Foto: privat

Kreis Ludwigsburg. Fabian Gramling und Steffen Bilger haben gestern Abend in Berlin für Ralph Brinkhaus als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag votiert Die CDU-Bundestagsabgeordneten aus Neckar-Zaber und Ludwigsburg stehen hinter dem Kompromiss der Parteispitze von CDU und CDU, dass Brinkhaus zunächst bis April an der Spitze der Unionsfraktion steht.

Damit sei aber noch keine endgültige Entscheidung für die Zukunft gefallen. „Wenn es nicht klappt, eine CDU-geführte Regierung zu schmieden, dann ist der Fraktionsvorsitzende der wichtigste Kopf und Repräsentant der Union nach außen“, so Gramling. Das müssen dann derjenige sein, der für die neue Union stehe. Gramling kann sich vorstellen, dass Gesundheitsminister Jens Spahn hierfür in Frage komme. „Er wäre für mich dann erste Wahl.“ Allerdings glaubt der 34-jährige Bietigheimer weiterhin, dass eine Jamaika-Koalition „möglich ist“. „Die kommt nur mit Armin Laschet zustande“, so Gramling, der auf die guten Kontakte des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten zu FDP-Chef Christian Lindner verweist. Die Gerüchte, dass CSU-Chef Markus Söder federführend eine Jamaika-Koalition verhandeln und dann als Kanzler anführen könnte, hält er für „wenig glaubhaft“. Söder habe in der Fraktionssitzung den „Finger in die Wunde gelegt“. Als der bayerische Ministerpräsident das Wort ergriffen habe, seien „nicht alle entspannt gewesen.“

„Wir befinden uns in einer Phase, die von viel Unsicherheit geprägt ist“, so Bilger. Die Chancen für ein Jamaika-Bündnis seien zwar weiterhin gegeben. „Aber es wird sicher schwierig, diese Koaliton hinzubekommen“, so der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Aber mit der Wahl des Fraktionsvorsitzenden auf zeit, „wissen FDP und Grüne auch, wen sie neben Laschet und Söder anrufen sollen.“ Es gehe aber auch darum, wie sich die union aufstelle, „wenn wir in die Opposition müssen.“ Dafür brauche man Zeit. Gleichzeitig müsse die Fraktion handlungsfähig sein, so Bilger, der nach der Sitzung in Berlin wieder nach Ludwigsburg eilte, da seine Frau ein Kind erwartet.

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