Marbach. Wie gelingt das Älterwerden in den eigenen vier Wänden? Dieser Frage widmete sich die Veranstaltung „Älter werden im eigenen Heim“ am 6. Mai im Marbacher Rathaus. Die Erkenntnis: Viele Risiken lassen sich mit einfachen Mitteln reduzieren – und neue Technik kann im Notfall Leben retten.
Dr. Dieter Böhm, Facharzt für Innere Medizin, warnte vor der häufig unterschätzten Sturzgefahr: „Vier von zehn Menschen über 80 stürzen regelmäßig.“ Besonders dramatisch sei eine Schenkelhalsfraktur – jede fünfte führe direkt in die Pflegebedürftigkeit. Schon kleine Veränderungen wie bessere Beleuchtung oder neue Hausschuhe könnten helfen. Auch Krafttraining und regelmäßige Arztbesuche seien sinnvoll.
Axel Albrecht stellte das System „LISA“ vor, das auf Notfälle in der Wohnung reagiert – ganz ohne Kameras. Es erkennt gefährliche Situationen automatisch und alarmiert den Hausnotruf. Entwickelt wurde das prämierte System nach der Erkenntnis, dass viele Senioren im Notfall nicht mehr den Notruf-Knopf drücken können.
Gemeinsam statt einsam
Timm Denzler und Christina Wilhelm von der EPPLE GmbH präsentierten neue Wohnkonzepte, die altersgerecht und gemeinschaftsfördernd sind – etwa das Neubauprojekt in der Haffnerstraße 14 in Marbach. Schlaf, Bewegung, Ernährung und vor allem soziale Kontakte seien zentrale Faktoren für ein gutes Leben im Alter.

Die Veranstaltung wurde von der Projektgruppe „Zukunftswerkstatt: Älterwerden in Marbach“ mitorganisiert. Die Ehrenamtlichen setzen sich für mehr Lebensqualität im Alter ein – und zeigen: Engagement stärkt nicht nur die Gemeinschaft, sondern bereichert auch das eigene Leben.



