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Bürgerentscheid

„Das soziale Miteinander stärken“

„Elterninitiative für zukunftsfähige Grundschulen in Freiberg am Neckar“ stellt sich Schulkooperation mit Kleeblattheim vor

Freiberg. Im Vorfeld des Freiberger Bürgerentscheids, bei dem über die Entwicklung der Grundschulen in der Stadt zu entscheiden ist, hat die „Elterninitiative für zukunftsfähige Grundschulen in Freiberg am Neckar“ nach dem TuS jetzt auch zum Kleeblattheim Kontakt aufgenommen. „Wir suchen das verbindende Element“, heißt es in einer Mitteilung der Initiative. Das Kleeblattheim liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kasteneckschule.

„Es ist noch nicht gesichert, ob in Freiberg nach dem Bürgerentscheid eine Ganztages-Grundschule entstehen wird. Der Bedarf ist gegeben, das ist klar“, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Ganztagsbetreuung bereits ab dem Kleinkindalter befinde sich in kontinuierlichem Ausbau. Der Bedarf an Ganztagsplätzen habe sich an den Freiberger Grundschulen in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Daher wäre eine Ganztagsgrundschule auch für Freiberg laut Elterninitiative „der richtige Schritt, um für Kinder und Eltern die Wahlfreiheit der Schulform zu ermöglichen – wie es bereits in vielen umliegenden Städten und Gemeinden der Fall ist“.

Sollte es eine qualitativ hochwertige Ganztagsgrundschule in Freiberg geben, brauche es gute Kooperationspartner für die abwechslungsreiche und sinnvolle Gestaltung von Angeboten. Besonders dort, wo positive Effekte auf beiden Seiten entstehen und das auch noch kostenfrei, seien solche Kooperationen wertvoll.

Die Ganztagsschule stehe dabei besonders für die Entwicklung sozialer Kompetenzen, für ganzheitliche Bildung und für die Öffnung in ihr soziales Umfeld. „Daher war es eine logische Konsequenz, mit dem Kleeblatt-Pflegeheim am Standort Kasteneck ins Gespräch zu gehen und unverbindlich zu erfragen, ob aus dortiger Sicht eine Kooperation mit einer Ganztagsschule am Standort Kasteneck machbar wäre. Pflegedienstleiterin Anja Brauch sowie Manuela Eberhard vom Sozialdienst machten laut der Mitteilung der Elterninitiative deutlich, dass sie interessiert die Grundschulentwicklung in Freiberg mitverfolgen würden. Die bereits heute organisierten regelmäßigen Besuche von Kindergärten und Schulklassen könnten erweitert und zu regelmäßigen generationsübergreifenden Aktionen mit der Ganztagsschule ausgebaut werden. Anja Brauch und Manuela Eberhard hätten unmittelbar konkrete Ideen entwickelt: Kreativ- und Bastelangebote, gemeinsames Backen sowie Brettspiele seien bei Alt und Jung sehr beliebt. Hier könnte das soziale Miteinander direkt gestärkt werden. Den Auswirkungen eines größeren Schulstandorts mit mehr Kindern sehen die Verantwortlichen gelassen entgegen. „Es freut unsere Bewohner eher, wenn die Kinder in der Pause draußen spielen, schließlich geht die Schule ja nur bis maximal nachmittags“, wird Anja Brauch zitiert.

Der Verkehr zu den Hol- und Bringzeiten ist weniger für die Bewohner als für die Mitarbeitenden, Besucher und Dienstleister des Heims ein Thema. Zum einen ist es zu diesen Zeiten dort sehr eng, zum anderen problematisch, einen Parkplatz zu finden. „Hier gilt es, gute Lösungen zu erarbeiten, sollte der Standort ausgebaut werden“, so die Pflegedienstleiterin. Großräumige Hol- und Bringzonen an mehreren Stellen rund um die Kasteneckschule können sich beide gut vorstellen „Die Charlottenstraße ohne Begegnungsverkehr und mit besseren Gehwegen für unsere Bewohner mit Rollator – das wäre wünschenswert“, werden Brauch und Eberhard zitiert. Vielleicht lasse sich auch ein gemeinsamer Parkplatz für Mitarbeitende von Schule und Heim realisieren. (red)

Info: Weitere Infos zum Bürgerentscheid aus Sicht der Elterninitiative für zukunftsfähige Grundschulen in Freiberg am Neckar gibt es im Internet unter: tiny.one/2GrundschulenFreiberg.