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Insolvenz nicht überstanden
„Der Abschied fällt schwer“: Vaihinger Weingut Sonnenhof gibt endgültig auf

Das Weingut Sonnenhof unterhalb des Gündelbacher Wachtkopfes.
Das Weingut Sonnenhof unterhalb des Gündelbacher Wachtkopfes. Foto: Alfred Drossel
Das renommierte Weingut Sonnenhof mit Sitz in Vaihingen-Gündelbach ist Geschichte. Insolvenzverwalter Oliver Kirschnek wird den Betrieb in Kürze stilllegen. Die Herausforderungen im Zuge der Insolvenz „erwiesen sich insgesamt als unüberwindbar“.

Vaihingen. In den vergangenen sechs Monaten hat sich Inhaber Martin Fischer laut einer am Donnerstag verbreiteten Pressemitteilung darauf konzentriert, die Ernte einzufahren und die Vertriebsleistung zu steigern. Neue Kunden seien demnach sowohl im Handel als auch in der Gastronomie sowie im Bereich der privaten Abnehmer gewonnen worden. „Jedoch konnte der Absatz zu keiner Zeit an das Vor-Covid-Niveau anknüpfen.“

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Die größte Herausforderung für das Weingut seien die extremen Kostensteigerungen gewesen. Diese seien vor allem durch die hohen Lohnkosten für die Saisonarbeitskräfte verursacht worden, die für die aufwendige Handarbeit in den Steillagen eingesetzt wurden. „Wir haben selbstverständlich den Mindestlohn entrichtet. Dadurch verschob sich das restliche Lohngefüge nach oben. Auch für Verkaufsverpackungen, allen voran für Flaschen, stiegen die Kosten drastisch an“, erläutert Martin Fischer.

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Das Weingut Sonnenhof, das sich in den letzten 50 Jahren eigenen Angaben zufolge als größtes privates Weingut im Anbaugebiet Württemberg etabliert hat, beschäftigte zuletzt zehn feste Mitarbeiter und bis zu 20 Saisonarbeiter. Die maximale Anbaufläche betrug 53 Hektar. Seit 1979 hat das Weingut 50 Winzer ausgebildet. In den letzten Jahren war das Weingut Partner der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und hat drei Studierende ausgebildet.

„Der Abschied fällt schwer, wir und unser Team blicken auf eine stolze Tradition zurück“, sagt Martin Fischer, der seit 15 Jahren Inhaber des Weinguts ist. (red)