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Verkehrswende im Kreis
Landkreis Ludwigsburg legt Konzept für mehr Ladesäulen vor

Der Landkreis stellt Konzept für den Ausbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur vor
Der Landkreis stellt Konzept für den Ausbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur vor Foto: Daniela Hermer/Landratsamt Ludwigsburg
Mit einem neuen Konzept reagiert der Landkreis Ludwigsburg auf steigende E-Auto-Zahlen und setzt auf Unterstützung für Kommunen.

Kreis Ludwigsburg. Der Landkreis Ludwigsburg treibt die Verkehrswende weiter voran: Als strategische Weichenstellung für die kommenden Jahre wurde vor kurzem im Ausschuss für Umwelt und Technik das Ladeinfrastrukturkonzept vorgestellt. Das Konzept dient als praktischer Fahrplan, um den steigenden Bedarf an Elektrofahrzeugen mit einer flächendeckenden und bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur zu beantworten, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

Verfünffachung der Elektrofahrzeuge

Im Landkreis Ludwigsburg hat sich die Zahl der batterieelektrischen Fahrzeuge von rund 3.000 im Jahr 2020 auf fast 15.000 im Herbst 2025 verfünffacht. Die Elektrifizierung des Verkehrs ist einer der wirksamsten Hebel zur Reduktion von CO₂-Emissionen und ist damit ein zentraler Baustein des im Juli 2025 vom Kreistag beschlossenen Klimamobilitätsplans, so das Landratsamt.

E-Mobilität für alle: Der öffentliche Raum im Fokus

Besonderes Augenmerk des Konzepts liegt auf der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur. Während in der Anfangsphase vor allem Eigenheimbesitzer mit privater Wallbox auf Elektromobilität umgestiegen sind, sind nun zunehmend Bürgerinnen und Bürger ohne eigenen Stellplatz auf Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum angewiesen. Landrat Dietmar Allgaier betont: „Der Ausbau der Elektromobilität ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Schritt hin zu klimafreundlicher Mobilität im Alltag. Unser Ziel ist es, dass alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von ihrer Wohnsituation – unkompliziert Zugang zu verlässlicher Ladeinfrastruktur haben“, wird der Landrat in der Pressemitteilung zitiert.

Konkrete Unterstützung für die Kommunen

Da die Städte und Gemeinden über die Flächenhoheit verfügen, spielen sie eine Schlüsselrolle beim Aufbau dieser Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig stehen insbesondere kleinere Kommunen vor personellen und fachlichen Kapazitätsherausforderungen, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur eigenständig und strategisch voranzutreiben. Daher will der Landkreis sie bestmöglich unterstützen, unter anderem mit folgenden Maßnahmen:

  • Fachliche Begleitung: Die Kreisverwaltung unterstützt die Kommunen bei der Standortwahl, bei rechtlich komplexen Ausschreibungen und Vergabeverfahren sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit.
  • Vernetzung: Die Kreisverwaltung fördert den Austausch von Erfahrungswerten und die Bündelung von Ressourcen, um auch kommunenübergreifende Lösungen zu finden.
  • Zielgruppe private Akteure: Unternehmen, Wohneigentumsgemeinschaften und Mieter werden durch gezielte Fachhinweise sowie Online-Informationsveranstaltungen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur unterstützt.

Das Konzept steht unter www.landkreis-ludwigsburg.de/elektromobilitaet zum Download bereit. (red)