Logo

Sommerserie: Besondere Gärten
Der Garten von Inge Hahn aus Hochberg steckt voller Liebe zum Detail

Im rund sieben Ar großen Garten von Inge Hahn gibt es sehr viele schöne Ecken und eine Menge zu entdecken. Ein besonderer Hingucker sind die beiden Biotope mit Holzbrücke. Fotos: Holm Wolschendorf
Im rund sieben Ar großen Garten von Inge Hahn gibt es sehr viele schöne Ecken und eine Menge zu entdecken. Ein besonderer Hingucker sind die beiden Biotope mit Holzbrücke. Fotos: Holm Wolschendorf
Inmitten der Pflanzen sind zahlreiche Deko-Objekte platziert.
Inmitten der Pflanzen sind zahlreiche Deko-Objekte platziert.
Geranie trifft Gießkanne.
Geranie trifft Gießkanne.
Die Bougainvillea steht in voller Blüte.
Die Bougainvillea steht in voller Blüte.
Tomaten neben Trockenblumen.
Tomaten neben Trockenblumen.
Auf der Terrasse plätschert ein Brunnen.
Auf der Terrasse plätschert ein Brunnen.
Inge Hahn in ihrem prachtvollen Garten.
Inge Hahn in ihrem prachtvollen Garten.
In unserer Sommerserie stellen wir besondere Gärten vor. Heute geht es in den Garten von Inge Hahn im Remsecker Stadtteil Hochberg.

Remseck. Bei Spaziergängen bin ich schon einige Male am Garten von Inge Hahn vorbeigekommen und habe fasziniert hineingeschaut. Es gibt darin so viel zu entdecken. Beim Rundgang, zu dem die 77-Jährige unsere Zeitung für die Sommerserie empfängt, staune ich noch viel mehr. Und der Fotograf findet auf dem rund sieben Ar großen Gelände in der Hochberger Lindenstraße eine Vielzahl von tollen Motiven. Der Garten, für den es mehrfach erste Preise beim Blumenschmuckwettbewerb gab, ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Allerlei Deko-Objekte sind zwischen den Pflanzen platziert.

Als Sichtschutz dienen Obstbäume

Schon die große Terrasse hat es in sich. Von dort aus blickt man wunderbar ins Grüne – obwohl die stark befahrene Neckarremser Straße direkt am Eckgrundstück vorbeiführt. Hohe Hecken dürfe sie nicht pflanzen, sagt Inge Hahn, damit die Sicht der vorbeikommenden Radler und Autofahrer nicht beeinträchtigt werde. So sind entlang des Gartenzauns zahlreiche kleinere Büsche, Pflanzenstauden sowie Johannis- und Stachelbeersträucher zu finden, ebenso Rhabarber. Als Sichtschutz dienen der Gartenbesitzerin Obstbäume, die etwas zurückgesetzt auf dem Grundstück gepflanzt wurden. Unterm Kirschbaum hat Inge Hahns fünfjährige Enkelin Frieda ihr Lager aufgeschlagen. Hier ist es an heißen Tagen wie diesem schön schattig. Die Oma hat eine kleine Badewanne voll Wasser bereitgestellt, in der das Mädchen planschen kann. „Das ist mein Lieblingsplatz“, verkündet Frieda, die uns mit einem riesigen grünen Stoffkrokodil unterm Arm beim Gartenrundgang begleitet.

Im Jahr 1972 hat das Ehepaar Hahn sein Haus in Hochberg gebaut. Der große Garten in exponierter Lage wurde von einem Profi gestaltet. „Aber mein Mann hat dann im Lauf der Jahre alles umgemodelt“, lacht Inge Hahn. Immer wieder sei ihm etwas Neues eingefallen. So legte er zum Beispiel zwei Biotope an, über die sich eine kleine Holzbrücke spannt. Seerosen, Lilien und Gräser sprießen darin. Die Unmengen von Goldfischen, die sich laut Inge Hahn im Wasser tummeln, lassen sich nicht blicken. Und sie tauchen auch nicht auf, als Frieda eine Handvoll Futter hineinwirft.

Blumen trotzen der Sommerhitze

Trotz der Trockenheit der vergangenen Wochen blüht es in Inge Hahns Garten noch an vielen Stellen wunderschön. Geranien, Zinnien, Tagetes, Bougainvillea, Phlox, Cosmea, Rosen, gelber Sonnenhut und noch viele Blumen mehr trotzen wacker der Sommerhitze. „Der Garten hat selten so unter der Trockenheit gelitten wie dieses Jahr“, sagt Inge Hahn. Mindestens 20 Zehn-Liter-Kannen Wasser schleppt sie täglich durchs Gelände – und gießt zudem mit dem Schlauch.

Auch Obst und Gemüse baut die 77-Jährige nach wie vor an. Neben Kirschen wachsen unter anderem Äpfel, Zwetschgen, Mirabellen, Bohnen, Kürbisse und Zucchini. Auch eine große Kräuterschnecke gibt es. Doch mit dem Zustand ihrer Pflanzen ist die Hobbygärtnerin in diesem Sommer nicht so recht zufrieden. Inge Hahn liebt ihren Garten und werkelt jeden Tag darin herum. Aber manche Arbeit schafft sie nicht mehr allein, die Kinder helfen. Und als Mitglied im Verein Nachbarschaftliche Tauschbörse Remseck holt Inge Hahn sich auch von dort Unterstützung. Aktiv ist sie zudem im Obst- und Gartenbauverein. Sie gehört noch dem Beirat an und war, bis die Coronapandemie begann, Jurymitglied beim Blumenschmuckwettbewerb.

Zur Serie

In unserer Sommerserie stellen wir immer mittwochs und freitags besondere Gärten im Landkreis Ludwigsburg vor. Die Serie gibt es auch online unter lkz.de/serien/sommerserie-besondere-gärten