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Bodenproben auf dem Areal offenbar unauffällig
Die letzte Kohle verlässt Walheim: 7000 Tonnen werden mit Lastwagen nach Heilbronn gefahren

Das alte Kohlekraftwerk in Walheim. Hier hat die EnBW bereits mit der Bauvorbereitung für eine Klärschlamm-Verbrennung begonnen.
Das alte Kohlekraftwerk in Walheim. Hier hat die EnBW bereits mit der Bauvorbereitung für eine Klärschlamm-Verbrennung begonnen. Foto: Alfred Drossel
Mit dem Abtransport der letzten Kohlevorräte geht im Juni die jahrzehntelange Stromerzeugung aus Kohle am EnBW-Kraftwerksstandort Walheim zu Ende.

Walheim. Die Betriebsgenehmigung ist zum 1. April endgültig erloschen und das Kraftwerk muss auch nicht mehr wie zuletzt als Netzreserve zur Verfügung stehen. Deshalb könne nun auch das Kohlelager aufgelöst werden, heißt es in einer Mitteilung der EnBW. Rund 7.000 Tonnen Kohle werden zwischen dem 10. und 27. Juni, also vorwiegend in den Pfingstferien, zwischen 7 und 17 Uhr per Lastwagen von Walheim zum Kraftwerk Heilbronn gefahren. Geplant sind durchschnittlich drei bis vier Fahrten pro Stunde. Die Route führt vom Kraftwerk zur Autobahnauffahrt Mundelsheim. Der Transport mit Lkw sei notwendig, so die EnBW, weil bauliche und technische Restriktionen am Standort andere Transportwege ausschließen. Ein Abtransport per Schiff hätte deutlich höhere Staub- und Lärmemissionen zur Folge.

Boden-Proben entnommen und analysiert

Vor dem geplanten Bau der Bodenplatte wurden gemäß Genehmigungsantrag auch Bodenproben auf dem Gelände entnommen, um mögliche Belastungen des Untergrunds zu ermitteln. Das Ergebnis der Proben war eindeutig: Das gesamte Erdreich zeigte unauffällige Ergebnisse. Geprüft wurde anhand von Mischproben aus acht Schürfstellen sowie an dem ausgebohrten Erdreich der Pfahlgründungen, die im Labor gemäß der Ersatzbaustoffverordnung sowie auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW), Schwermetalle und per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) untersucht wurden. Die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen ergaben keine Hinweise auf Schadstoffbelastungen im Baufeld des Klärschlammheizkraftwerkes. Das Material kann daher ohne Bedenken weiterverwendet werden. (red)