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Stadtentwicklung

Drei Häuser, eine Hoffnung

Spatenstich für Stadtvillen-Projekt „One“ mit lang ersehnter Gastronomie – Untergrund erschwert Arbeiten

Freude beim Spatenstich beim Chef des Bauträgers, Roland Görgens (5.v.l.) und Bürgermeister Joachim Wolf (7.v.l). Foto: Andreas Becker
Freude beim Spatenstich beim Chef des Bauträgers, Roland Görgens (5.v.l.) und Bürgermeister Joachim Wolf (7.v.l). Foto: Andreas Becker

Korntal-Münchingen. Die Vorzeichen für den Bau der drei sogenannten Stadtvillen im Zentrum von Korntal sind offenbar nahezu perfekt: Hatte es am Donnerstagnachmittag noch geregnet, so hörte es pünktlich kurz vor dem Spatenstich auf. Der fand coronabedingt nur im kleinen Rahmen statt, ohne die künftigen Bewohner – die aber schon in diesem frühen Stadium fast alle feststehen. 17 der 19 Wohnungen in den drei Häusern, die ein „architektonisches Highlight“ und „gelungener Brückenschlag“ zum Koroneo und den Nachbargebäuden seien, sind bereits verkauft, sagte Roland Görgens, Geschäftsführer der Brutschin-Conductor Projekt GmbH. Und das zu stolzen Preisen von bis zu 833.000 Euro, wie Kritiker monierten.

Doch auch aus anderen Gründen war die Stimmung heiter wie das Wetter, Bauträger und Verwaltung lobten sich gegenseitig für die gute Zusammenarbeit bei dem für die Stadtentwicklung wichtigen Projekt. „Wir haben das Gefühl, dass hier ein seriöser Geschäftspartner nur auf uns gewartet hat“, sagte Bürgermeister Joachim Wolf, und nannte die Entscheidung für den Bauträger nach einem Wettbewerb eine „ausgezeichnete Wahl“. Sehr zuverlässig verlaufe das Projekt am Feuerseeweg bislang, und es gebe ein gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Interessen. Sehr zufrieden zeigte er sich auch damit, dass die Stadt, die in dem Bereich gerade auch mit Blick auf den Hochwasserschutz in Vorleistung gegangen war, bei dem Geschäft am Ende eine schwarze Null schreiben konnte.

Zumal schon zu Beginn der ersten Ideen klar war, dass das Vorhaben dort, wo einst das Feuerwehrhaus stand, nicht ganz einfach ist, weshalb die Stadt auch auf Belegungsrechte zur Schaffung von günstigem Wohnraum verzichtete. Der Untergrund gilt als wenig tragfähig, weshalb langwierige Arbeiten für eine tiefe Gründung und der Einsatz von Rammpfählen nötig werden. Das werden vor allem die Nachbarn spüren, denn die Baugrube grenzt direkt an zwei kleinere Wohnhäuser, dessen Bewohner in den kommenden Monaten einiges ertragen müssten – doch auch mit ihnen sei die Zusammenarbeit gut verlaufen, sagte Görgens.

Zudem gilt auch der Parkdruck als hoch – die Ende 2021/Anfang 2022 bezugsfertigen Stadtvillen erhalten aber 23 Plätze in einer Tiefgarage, die Zufahrt erfolgt über jene des kleinen Einkaufszentrums Koroneo, dessen Bau eines der wichtigsten Ziele der Stadt gewesen sei. Schon damals habe man das aktuelle Projekt im Blick gehabt, der Durchbruch in der Garage könne ohne Sperrungen erfolgen, heißt es.

Doch noch fehlt etwas, um das Projekt perfekt zu machen, und auch die schon lange bestehenden Wünsche für die Korntaler Innenstadt zu erfüllen: eine vernünftige Gastronomie. Die soll ins Erdgeschoss des größten der drei Gebäude einziehen. Man sei derzeit in Gesprächen mit einigen Interessenten, so Görgens, „vom Italiener über ein Eiscafé bis zur Bäckerei“. „Wir hoffen, dass ein guter Pächter gefunden wird“, sagte Bürgermeister Wolf – denn dann wären die Ziele der Stadtentwicklung alle perfekt erfüllt.

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