1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Ludwigsburg
Logo

Landesweinprämierung 2025
Ehrenpreis für Bottwartaler Winzer: Das macht die Genossenschaft stark

Der Vorstandsvorsitzende der Bottwartaler Winzer, Immanuel Gröninger, nahm von Regierungspräsidentin Susanne Bay die Auszeichnung entgegen.
Der Vorstandsvorsitzende der Bottwartaler Winzer, Immanuel Gröninger, nahm von Regierungspräsidentin Susanne Bay die Auszeichnung entgegen. Foto: Regierungspräsidium Stuttgart
Regierungspräsidentin Susanne Bay besucht die ausgezeichneten Bottwartaler Winzer. Klimawandel und wirtschaftlicher Druck prägen das Gespräch.

Marbach. Nach der Auszeichnung mit dem Ehrenpreis des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart bei der Landesweinprämierung 2025 besuchte Regierungspräsidentin Susanne Bay die Bottwartaler Winzer eG vor Kurzem zum traditionellen Fachgespräch. Im Mittelpunkt standen die Zukunft des Weinbaus und aktuelle Herausforderungen der Branche.

Mit dem Ehrenpreis des Regierungspräsidiums Stuttgart wurden die Bottwartaler Winzer für ihre herausragende Qualitätsarbeit, ihren Gemeinschaftssinn und ihren Beitrag zur Weiterentwicklung des württembergischen Weinbaus ausgezeichnet. Traditionell besucht die Regierungspräsidentin den jeweiligen Ehrenpreisträger im Anschluss zu einem Fachgespräch vor Ort, heißt es in einer Mitteilung des Regierungspräsidiums.

HintergrundWeinprämierungSeit 1960 veranstaltet der Weinbauverband Württemberg jedes Jahr eine Weinprämierung und kürt die herausragenden Weinbaubetriebe, die durch kontinuierliche Spitzenleistungen, handwerkliche Präzision und nachhaltiges Wirtschaften überzeugen. Weine und Sekte, die von sämtlichen Prüfern der Kommission die maximale Punktzahl (5 Punkte) erhalten, werden mit „Großem Gold“ ausgezeichnet, bei 4,5 bis 4,9 Punkten gibt es „Gold“ und bei 4,0 bis 4,49 Punkten „Ausgezeichnet mit Goldrand“. Weine im Bereich von 3,5 bis 3,99 Punkten werden „ausgezeichnet mit Silberrand“. Die Landesweinprämierung zeichnet nicht nur einzelne Weine aus, sondern ermittelt Jahr für Jahr auch die besten Betriebe und verleiht ihnen den Ehrenpreis. Hierfür wird zunächst die Anzahl der prämierten Weine des Betriebes zu den von ihm insgesamt angestellten Weinen ins Verhältnis gesetzt. Ergänzend wird die Anzahl der Weine des Betriebes mit „Großem Gold“ und „Gold“ in den vergangenen drei Jahren in die Bewertung einbezogen. Das Regierungspräsidium Stuttgart stiftet jährlich einen Ehrenpreis für einen besonders engagierten Weinbaubetrieb aus seinem Zuständigkeitsgebiet. (red)

Klimawandel fordert die Winzer heraus

Neben Vertreterinnen und Vertretern des RP nahmen an dem Gespräch auch der Präsident des Weinbauverbands Württemberg, Dietrich Rembold, dessen Geschäftsführer Dr. Hermann Morast sowie der Vorstandsvorsitzende der Bottwartaler Winzer, Immanuel Gröninger, teil. Gemeinsam tauschten sie sich über die Auswirkungen des Klimawandels, nachhaltige Anbaumethoden sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Weinbaus aus. „Die Bottwartaler Winzer stehen für Zusammenhalt, Beständigkeit und Spitzenleistungen in der Weinqualität – auch in herausfordernden Zeiten“, wird Regierungspräsidentin Susanne Bay in der Mitteilung zitiert.

Neben Vertreterinnen und Vertretern des RP nahmen an dem Gespräch auch der Präsident des Weinbauverbands Württemberg, Dietrich Rembold, dessen Geschäftsführer Dr. Hermann Morast sowie der Vorstandsvorsitzende der Bottwartaler Winzer, Immanuel Gröning
Neben Vertreterinnen und Vertretern des RP nahmen an dem Gespräch auch der Präsident des Weinbauverbands Württemberg, Dietrich Rembold, dessen Geschäftsführer Dr. Hermann Morast sowie der Vorstandsvorsitzende der Bottwartaler Winzer, Immanuel Gröninger, teil. Foto: Regierungspräsidium Stuttgart

Rund 300 Mitglieder bewirtschaften 320 Hektar

„Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig gegenseitige Unterstützung und eine enge Zusammenarbeit innerhalb der Branche sind. Dieses Miteinander ist eine wesentliche Grundlage dafür, den württembergischen Weinbau erfolgreich in die Zukunft zu führen“, so Bay. Die Bottwartaler Winzer arbeiten seit vielen Jahren eng mit der Württembergischen Weingärtner Zentralgenossenschaft (WZG) zusammen und stehen damit beispielhaft für die enge Zusammenarbeit innerhalb des württembergischen Weinbaus.Die traditionsreiche Genossenschaft mit rund 300 Mitgliedern bewirtschaftet heute etwa 320 Hektar Rebfläche im Bottwartal und zählt damit zu den bedeutenden Weinbaugemeinschaften Württembergs. Ihre Weine – von Trollinger und Lemberger bis zu modernen Cuvées – werden laut Mitteilung regelmäßig bei Landes- und Bundesprämierungen ausgezeichnet.

Weintourismus stärkt das Bottwartal

Ein weiteres Thema des Austauschs war die Bedeutung des Weintourismus. Dieser stärkt nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern trägt zugleich zum Erhalt der Kulturlandschaft und zur Sichtbarkeit des württembergischen Weinbaus bei. Mit dem Besuch des Ehrenpreisträgers unterstreicht das RP nach eigenen Angaben die Bedeutung des Weinbaus für die Region – als wichtiger Wirtschaftsfaktor, prägender Bestandteil der Kulturlandschaft und bedeutendes kulturelles Erbe. (red)