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Bürgermeisterwahl in Beilstein 2026
Erste Kandidatin: Caroline Lovell bewirbt sich um das Amt der Bürgermeisterin in Beilstein

Caroline Lovell (40) möchte sich um die Nachfolge von Barbara Schoenfeld bewerben. Die Bewerbungsfrist beginnt am Samstag, 1. August.
Caroline Lovell (40) möchte sich um die Nachfolge von Barbara Schoenfeld bewerben. Die Bewerbungsfrist beginnt am Samstag, 1. August.
Die Beilsteinerin Caroline Lovell bewirbt sich als parteilose Kandidatin um das Bürgermeisteramt. Die 40-Jährige setzt auf Bürgernähe und Pragmatismus.

Beilstein. Die parteilose Messemanagerin ist in Beilstein aufgewachsen, hat am Herzog-Christoph-Gymnasium Abitur gemacht und lebt heute nach eigenen Angaben mit ihrem Mann und den beiden Töchtern wieder in der Stadt. Beruflich verantwortet sie bei der Landesmesse Stuttgart den Bereich Vertrieb und Akquisition. Sie gehört keiner Partei an. Die Bewerbungsphase beginnt am Samstag, 1. August. „Ich werde zum Bewerbungsstart meine Bewerbungsunterlagen im Rathaus einwerfen“, kündigt Lovell in einer Pressemitteilung an.

„Hier bin ich zu Hause“

„Hier bin ich zu Hause. Hier möchte ich Verantwortung übernehmen“, begründet Lovell ihre Bewerbung. Die Rückkehr nach Beilstein sei eine bewusste Entscheidung gewesen: „Ich kenne einige schöne Orte auf dieser Welt. Leben wollte ich am Ende dort, wo ich die Wege und die Menschen kenne und den Langhans über der Stadt sehe. Unsere Töchter wachsen dort auf, wo ich aufgewachsen bin. Das ist ein großes Glück – und es verpflichtet.“

Erfahrung aus der Messewirtschaft

Budgetverantwortung, Vertragsverhandlungen und die Steuerung von Großprojekten über mehrere Jahre kennt Lovell nach eigenen Angaben aus ihrem Beruf. Seit 2013 ist sie in der Messewirtschaft tätig, zunächst als Projektleiterin bei der Mesago Messe Frankfurt, seit 2017 bei der Landesmesse Stuttgart. „Ich weiß, was es heißt, für ein Ergebnis geradezustehen, auch wenn es unbequem wird. Und ich weiß, wie man so verhandelt, dass beide Seiten hinterher noch miteinander arbeiten können. Genau diese Fähigkeiten möchte ich für meine Heimatstadt einsetzen.“ Zuvor hat sie Tourismusmanagement in Karlsruhe, Cardiff und Heilbronn studiert und arbeitete gut vier Jahre als Flugbegleiterin bei Lufthansa und Emirates.

Pragmatisch statt parteipolitisch

Den zeitnahen Wahltermin sieht sie gelassen: „Die Wahl kommt kurzfristig, meine Entscheidung ist gut durchdacht.“ Lovell gehört bewusst keiner Partei an. „Für die Fragen, die in Beilstein anstehen – Kinderbetreuung, Ortskern, Verkehr, Finanzen, unsere Teilorte – hilft kein Parteibuch. Es zählt, ob eine Lösung für unseren Ort funktioniert.“ Mit allen Fraktionen des Gemeinderates wolle sie vertrauensvoll zusammenarbeiten. Ihren Arbeitsstil beschreibt sie als pragmatisch: „Vieles wird komplizierter gedacht, als es in einer Stadt unserer Größe sein muss.“ Statt großer Sprünge auf Pump wolle sie einen nachvollziehbaren Fahrplan aufstellen, Maßnahmen priorisieren und gemeinsam mit der Verwaltung umsetzen. „Mir ist wichtig, dass im Rathaus verlässlich, respektvoll und gerne gearbeitet wird.“

Lovell setzt auch auf Haustürwahlkampf

Den Wahlkampf beginnt Lovell mit Zuhören. In den kommenden Wochen ist sie in allen Stadtteilen unterwegs, klingelt an Türen und ist auf Märkten und Festen ansprechbar. Ihre Fragen an die Bürgerinnen und Bürger: Was soll in Beilstein unbedingt so bleiben? Was ärgert Sie hier seit Jahren? Und was fehlt in Ihrem Stadtteil ganz konkret?