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Fitness-Test in der Pandemie: Waldlauf mit 465 Teilnehmern

Am Ende der Schloßstraße, wo die Bebauung in den Hochdorfer Wald übergeht, herrscht am Samstagvormittag ungewohnte Betriebsamkeit. Der Remsecker Waldlauf wurde gestartet. Der Erste nach Corona.

Im Hochdorfer Wald wurde wieder gelaufen.Foto: Andreas Becker
Im Hochdorfer Wald wurde wieder gelaufen. Foto: Andreas Becker

REMSECK. Am Eingang des neuen Friedhofs liegt der Start- und Zielbereich des ersten Remsecker Waldlaufs, gegen 11 Uhr stehen die Jahrgänge 2012 bis 2015 in den Startlöchern für den 1000-Meter-Schülerlauf.

Moderiert wird die Veranstaltung von Achim Seiter, der schon zahlreiche Laufwettbewerbe in der Region moderiert hat. Er will von den Schülern wissen, wie sie sich auf den Waldlauf vorbereitet haben. Tim hat Pommes gegessen. Stella hat in der Schule trainiert, allerdings mit Schwerpunkt Mathe und Deutsch. „Wer gut in Deutsch ist, sollte auch den Waldlauf fehlerfrei schaffen“, meint Saiter. Alexandra dagegen ist gut vorbereitet, „ich bin viel gerannt“.

Nach dem Countdown setzt sich das Feld in Bewegung. Nur Alexandra hat Startprobleme und bleibt zunächst ein wenig zurück. „Auf Alexandra, du hast dich doch vorbereitet“, feuert Saiter das Mädchen an. Schließlich kommt auch die Nachzüglerin in die Gänge, die Kinder verschwinden im Wald.

Auch Markus Meyer, der stellvertretende Vorsitzende des SGV Hochdorf, ist gerne im Hochdorfer Wald unterwegs. „Es ist eine superschöne Strecke“, meint er. Bei seinen Trainingseinheiten reifte irgendwann die Idee, einen Waldlauf im Ortsteil auf die Beine zu stellen.

Hinzu kam, dass der Sport in der Coronakrise bei vielen zu kurz kam, auch weil die Vereine ihren Trainings- und Spielbetrieb lange komplett einstellen mussten. „Wir wollten die Leute dazu bringen, sich wieder mehr zu bewegen“, sagt Meyer. In einem ersten Schritt etablierte er einen regelmäßigen Lauftreff, seit Juli laufen Kinder und Erwachsene gemeinsam im Hochdorfer Wald. Dieses Angebot sei gut angekommen, gerade bei jungen Läufern. „Inzwischen machen schon 30 Kinder mit“, sagt Meyer.

Einen Waldlaufwettbewerb wollte er bereits im vergangenen Jahr organisieren, dieses Vorhaben fiel aber der Coronakrise zum Opfer. Nun stand der Wettbewerb erneut auf der Kippe, doch gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Tim Schweizer, dem Vorsitzenden des SGV Hochdorf, entschied sich Meyer, die Sache im zweiten Anlauf durchzuziehen.

Die Organisation habe sich als Mammutaufgabe erwiesen, erzählen die beiden. Von der regen Nachfrage wurden die beiden selbst überrascht. „Bis vor zwei Wochen hatten wir ungefähr 200 Anmeldungen“, sagt Schweizer. Doch dann gingen immer mehr Anfragen ein, bei 465 Läufern mussten die Organisatoren dann einen Schlussstrich ziehen. „Es gab noch viele Anfragen, die wir ablehnen mussten“, so Meyer.

Die Coronaauflagen verursachten zusätzlichen Aufwand, vor dem abgesperrten Start-Ziel-Bereich wird die 3G-Regel kontrolliert. Und die Forstverwaltung machte weitere Auflagen.

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