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Fleißige Helfer suchen neues Lager

Hilfsgüter zu sammeln und an Bedürftige in Rumänien zu bringen, ist die Aufgabe, die sich der Verein „Hope“ in Besigheim gestellt hat. Doch der Verein, der auf Spenden angewiesen ist, steht vor einem Problem. Seine Lagerräume wurden zu Mitte April gekündigt. Jetzt sucht er neue Räume.

Das bisherige Lager des Vereins Hope muss nach und nach geräumt werden. Foto: Alfred Drossel
Das bisherige Lager des Vereins Hope muss nach und nach geräumt werden. Foto: Alfred Drossel

Besigheim. Viele fleißige Hände arbeiteten am vergangenen Donnerstagabend in der Besigheimer Südstadt. Dort hat der Verein Hope – Help Other People Everyday – bisher sein Lager. Doch das wurde ihm zum 18. April dieses Jahres gekündigt. Daher muss jetzt nach und nach dafür gesorgt werden, dass die Räume geleert werden.

„Erschreckende Zustände“

Seit der Gründung vor zwei Jahren lief die Arbeit sehr erfolgreich. Alles basiert auf Ehrenamt und Spendenbasis. Hope wirbt um Unterstützung für seine Hilfsprojekte in Rumänien. „Das Land ist zwar in der EU, aber es herrschen dort erschreckende Zustände und es leben dort viele Hilfsbedürftige“, sagt Lea Wimmer, Vorstandsvorsitzende von Hope. Die Unterstützung aus Besigheim geht an ein Kinderheim, Bildungszentren, Kirchengemeinden, ein Pflegeheim sowie andere Orte.

Das bisherige Lager war perfekt für den Verein. „Wir haben sogar teilweise renoviert“, sagt Schatzmeister Jürgen Nägele. Die Hilfsgüter werden dort gelagert und für den Transport vorbereitet. Der Bedarf wird vorher mit den Anlaufstellen abgesprochen, so dass weder zu viel noch zu wenig geliefert wird. Besonders begehrt sind Hygieneartikel. „Gerade haben wir von einer Firma palettenweise Toilettenpapier zugesagt bekommen“, so Lea Wimmer. Das Unternehmen wird die Lieferung sogar selbst an die von Hope genannten Stellen vornehmen. Alles läuft also eigentlich bestens.

Hilfstransport nach Rumänien

Doch die Kündigung trifft den Verein hart. Die Macher sind aber flexibel. So wurde der nächste Hilfstransport auf den 19. April verschoben. „Viele der Güter können wir direkt nach Rumänien bringen“, so Wimmer. Allerdings bleibt für den Rest dennoch das Lagerproblem. Denn alles Gesammelte kann nicht mit dem kommenden Transport weggebracht werden. Zudem soll die Arbeit von Hope natürlich weitergehen. Deshalb sucht die engagierte Truppe einen neuen Lagerraum. „Uns läuft ein wenig die Zeit davon“, sagt Wimmer. Schließlich soll die Hilfe nahtlos weitergehen. Die Armut wartet nicht.

Räume im Umkreis

Anspruchsvoll ist Hope jedoch nicht. Die Räume dürfen bis zu 30 Kilometer weit von Besigheim entfernt sein. Und für die Zwischenzeit täte es auch eine Garage, in der einige der Güter gelagert werden können. Einzig auf Kleiderspenden wollen die Hope-Mitarbeiter verzichten, bis sie ein neues Lager haben. „Dafür fehlt uns leider die Kapazität“, so Wimmer. Zudem verweist sie darauf, dass die Bekleidung in relativ gutem Zustand sein muss. Was in den vergangenen Jahren teilweise gespendet wurde, musste direkt weggeworfen werden, so schäbig war es. Generell blickt sie jedoch positiv in die Zukunft und ist sich sicher, dass Hope auch nach April weiter Hilfe für Rumänien auf den Weg bringt.

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