Ditzingen. In der Nacht von 28. auf 29. Januar 2024 haben Unbekannte vier Edelstahlplatten mit den Silhouetten des Hirschlander Kriegers in Ditzingen. Dank der Spende und des Einsatzes der Firma Mauser aus dem Stadtteil Heimerdingen konnten nun alle vier Silhouetten erfolgreich rekonstruiert und installiert werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.
Bürger wünschen sich ihr Wahrzeichen zurück
Nach der Inbetriebnahme der Südrandstraße im Jahre 2001 setzte sich die Bürgerinitiative „gemeinsam für Hirschlanden“ das Ziel, die Ortsmitte sowie die Eingangsbereiche gestalterisch aufzuwerten. Dieses Engagement führte 2004, dank maßgeblicher Unterstützung der Firma Trumpf und unter Beteiligung zahlreicher Bürgerinnen und Bürger, zur Installation der charakteristischen Silhouetten des Hirschlander Kriegers auf Edelstahlplatten, die seither das Ortsbild prägten.
Firma aus Heimerdingen springt ein
Der Diebstahl Anfang 2024 löste laut Stadtverwaltung in der Bürgerschaft große Betroffenheit aus. In der Folge wandten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an den Ortschaftsrat mit der Bitte, die identitätsstiftenden Wahrzeichen wiederherzustellen. Trotz angespannter Haushaltslage gelang es Ortschaftsrat Schäuffele mit der Firma Mauser einen Partner zu gewinnen, der sowohl die Reproduktion der Silhouetten als auch deren technisch anspruchsvolle Montage übernahm.
Ein Fund von europaweiter Bedeutung
Der Hirschlander Krieger ist weit über die Region hinaus von archäologischer Bedeutung. Die 1,50 Meter große Sandsteinskulptur entstand zwischen 600 und 450 v. Chr. in der späten Hallstattzeit und wurde 1963 in Hirschlanden entdeckt. Sie gilt als älteste menschengestaltige Großskulptur Mitteleuropas. Das Original befindet sich im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart. Für Hirschlanden ist der Krieger jedoch mehr als ein bedeutendes Zeugnis der frühen Eisenzeit. Durch seinen Fundort, die zahlreichen Darstellungen und Repliken ist er laut Stadtverwaltung zu einem identitätsstiftenden Symbol des Ortsteils mit seiner Geschichte geworden.
Der Hirschlander Krieger prägt wieder das Ortsbild
Mit der Rückkehr der vier Silhouetten erhält Hirschlanden ein prägendes Element zurück. Nun grüßt der Hirschlander Krieger wieder bei der Ein- und Ausfahrt. Für Hirschlanderinnen und Hirschlander ebenso wie für Gäste ist er damit erneut ein sichtbares Zeichen der Geschichte des Ortsteils,so die Ditzinger Stadtverwaltung. . (red)
