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Pandemie

Kliniken gehen mit weniger Intensivbetten in vierte Welle

Die Intensivstationen füllen sich wieder mit Covid-Patienten, auch in Ludwigsburg. Aber es gibt weniger Intensivbetten. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Die Intensivstationen füllen sich wieder mit Covid-Patienten, auch in Ludwigsburg. Aber es gibt weniger Intensivbetten. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Kreis Ludwigsburg. Den Kliniken im Kreis Ludwigsburg wie in ganz Baden-Württemberg stehen zu Beginn der vierten Coronawelle rund 20 Prozent weniger Intensivbetten zur Verfügung als im zurückliegenden Winter und Frühjahr.

Die teils extrem hohe Belastung des Personals in der zweiten und dritten Welle hätte den Pflegenotstand in den Krankenhäusern verschärft, sagen der Geschäftsführer der Regionalen Kliniken-Holding (RKH), Jörg Martin, und sein Intensiv-Chef Götz Geldner. Dieser koordiniert nicht nur in der RKH, sondern auch landesweit die Intensivbetten-Kapazitäten. Etliche Intensivpflegekräfte hätten dem Beruf ganz den Rücken gekehrt, andere ihre Arbeitszeiten verkürzt.

Die neue Coronaverordnung des Landes reagiere auch auf diese geringeren Kapazitäten, so Geldner: Wenn 250 Intensivbetten im Südwesten von Coronapatienten belegt sind, gilt Stufe eins, und Ungeimpfte erhalten dann nur noch nach einem negativen PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen. Gestern Mittag lagen laut Geldner bereits 204 Coronapatienten auf den Intensivstationen im Südwesten.

Der Anstieg verlaufe derzeit aber glücklicherweise etwas weniger steil als befürchtet, so Geldner. Die RKH, sagen er und Klinikenchef Martin, stelle sich auf ein „Plateau“ ein, das dank der vielen Geimpften nicht mehr so hoch sein werde wie in den Spitzenzeiten der zweiten und dritten Welle, aber „sehr lang“. Über 90 Prozent der beatmeten Covid-Patienten seien aktuell nicht geimpft.

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