Korntal-Münchingen. Mitte Januar wurde Martin Schmid die höchste Auszeichnung von Korntal-Münchingen zuteil. Nun ist der Ehrenbürger und vielfältig ehrenamtlich engagierte Mann im Alter von 76 Jahren gestorben, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Martin Schmid hatte sich über fast fünf Jahrzehnte für das Städtepartnerschaftskomitee engagiert. „Mit seinen zahlreichen Besuchen in Mirande und Tubize leistete er einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung“, dabei seien Freundschaften weit über die offiziellen Partnerschaften hinaus entstanden, heißt es in dem Nachruf über den „Brückenbauer“ und eines der „Gesichter der Städtepartnerschaften“.
Martin Schmid lag zudem die Ortshistorie sowie die Kleinkunst am Herzen. Fast 20 Jahre war er im Verein Komüka (Kurzform für die drei Stadtteile) aktiv, wurde 2017 dessen Vorsitzender. Jedes Jahr organisieren die Ehrenamtlichen den Talentabend, der Teilnehmer aus der ganzen Region anzieht. Wer vom Publikum auf den ersten Platz gewählt wird, bekommt neben dem Preisgeld einen Auftritt beim Neujahrsempfang der Stadt – dort erhielt diesmal auch Martin Schmid die Ehrenmedaille.
Er war überrascht, sagte anlässlich der Bekanntgabe aber auch: „Ich hab‘ mich saumäßig gefreut“, verriet er bei dem Empfang. 2025 hatte er bereits die Ehrenmedaille des französischen Mirande erhalten. Der dortige Bürgermeister wie auch das ehemalige Oberhaupt des belgischen Tubize hatten überdies Grußbotschaften zur jüngsten Verleihung geschickt.


