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Lehrgänge der Bläserjugend
Krönender Abschluss: Begeisterter Applaus beim Konzert in Besigheim

Volles Haus beim Abschlusskonzert in der Stadthalle Alte Kelter in Besigheim.
Volles Haus beim Abschlusskonzert in der Stadthalle Alte Kelter in Besigheim. Foto: privat
Eine Woche voller Musik, Gemeinschaft und intensiver Probenarbeit liegt hinter 87 jungen Musikerinnen und Musikern aus dem Landkreis Ludwigsburg.

Besigheim. Beim D2- und D3-Lehrgang der Bläserjugend des Landkreises im Schullandheim in Strümpfelbrunn stand die musikalische Weiterentwicklung im Mittelpunkt. Den krönenden Abschluss bildete das große Abschlusskonzert in der Stadthalle Alte Kelter in Besigheim.

Aus 19 Musikvereinen im Landkreis

Teilgenommen haben 69 Musikerinnen und Musiker am D2-Lehrgang sowie 18 am D3-Lehrgang. Die Jugendlichen kamen aus insgesamt 19 Musikvereinen des Landkreises. Das Durchschnittsalter lag bei 15,8 Jahren. Neben den praktischen Prüfungen am Instrument gehörte auch eine umfangreiche Theorieprüfung zum Programm. Die Ergebnisse spiegeln den Einsatz der Jugendlichen wider: Im D2-Lehrgang wurde ein Notendurchschnitt von 2,3 erreicht, im D3-Lehrgang sogar 2,0. Besonders ausgezeichnet wurden die Lehrgangsbesten. Im D2-Lehrgang überzeugte Livia Knödler aus Walheim an der Trompete. Im D3-Lehrgang ging Jakob Bolz aus Schwieberdingen an der Posaune als Lehrgangsbester hervor.

Die musikalische Leitung hatte Kreismusikdirektor Roland Haug von der Musikschule Besigheim. Unterstützt wurde er von einem Dozententeam, das die Jugendlichen während der gesamten Woche begleitete. Die Lehrgangsleitung übernahm Margit Haug vom Blasorchester Ingersheim. Für den Theorieunterricht waren Alexander Borkhardt vom Musikverein Unterriexingen sowie Daniela Strauß vom Musikverein Vaihingen und Michael Müller aus Ditzingen verantwortlich. Auch in der Freizeit kam die Gemeinschaft nicht zu kurz. Neben den intensiven Proben sorgten gemeinsame Aktivitäten wie ein Besuch der Odenwald-Therme für Abwechslung.

Was in einer Woche möglich ist

Beim Abschlusskonzert zeigten die jungen Musikerinnen und Musiker eindrucksvoll, was innerhalb einer Woche intensiver Probenarbeit möglich ist. Das Lehrgangsorchester präsentierte sich als Klangkörper, der trotz seiner Größe mit bemerkenswerter Transparenz, feiner Dynamik und sicherem Zusammenspiel überzeugte. Die Jugendlichen bewiesen, dass konzentrierte Arbeit, motivierende Leitung und musikalisches Engagement in kürzester Zeit zu beeindruckenden Ergebnissen führen können. Das Programm bot einen Einblick in die musikalische Vielfalt der Blasmusik. Den Auftakt gestaltete das Lehrgangsorchester mit „Ashland Park“. Zwischen den Orchesterbeiträgen stellten sich die einzelnen Register vor. Die Querflöten, Oboen und Fagotte präsentierten „Mein grüner Kaktus“ in einem besonderen Arrangement, betreut von Renata Pultineviciene von der Musikschule Besigheim. Die Klarinetten zeigten mit „Auld Lang Syne“ ihr harmonisches Zusammenspiel unter der Leitung von Daniela Strauß und Michael Müller. Das Lehrgangsorchester setzte anschließend mit Alfred Bösendorfers „Kleine Ungarische Rhapsodie“ einen musikalischen Akzent voller Spielfreude und rhythmischer Präzision.

Einen besonderen Klangfarbenreichtum boten die Waldhörner mit der „Festmusik der Stadt Wien“, vorbereitet von Pia Sauer von der Musikschule Eppingen. Die Saxofone sorgten mit „September“ von Earth, Wind & Fire für schwungvolle Momente. Hier arbeiteten Stephanie Geltner von der Bläserjugend Baden-Württemberg und Rudolf Artinger vom Musikverein Poppenweiler mit den Jugendlichen.

Lehrgangsorchester zeigt Vielseitigkeit

Mit „Happy Cyclist“ von Ted Huggens zeigte das Lehrgangsorchester erneut seine Vielseitigkeit. Auch die Schlagzeuger beeindruckten mit dem energiegeladenen „Opening Fast“ von Melanie Albrecht von der Musikschule Schwieberdingen. Die Trompeten präsentierten „Best of Hollywood“ und bewiesen unter der Betreuung von Volker Romig von der Musikschule Schwieberdingen sowie Roland Haug ihr klangliches Können.

Weitere Höhepunkte des Abends waren „Arabian Dances“ von Roland Barrett, gespielt vom gesamten Lehrgangsorchester, sowie „Requiem for a Dead Little Cat“ von Michael Helmlinger. Das tiefe Blech arbeitete dieses Stück unter der Leitung von Michael Helminger vom Musikverein Bretzfeld und Margit Haug vom Blasorchester Ingersheim ein.

Den Abschluss bildete das mitreißende „Rock Trap“ des Lehrgangsorchesters. Das begeisterte Publikum honorierte die musikalische Leistung mit lang anhaltendem Applaus.