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Lohn für Arbeit der Einrichtung in Korntal
Land fördert Schulbauernhof „Zukunftsfelder“ künftig mit 50.000 Euro pro Jahr

Nicht nur für die Ziegen des Schulbauernhofs gab es bei dem Besuch von Markus Rösler (3.v.re.) etwas. Über den angekündigten Zuschuss freuen sich unter anderem der Geschäftsführer der Diakonie, Andreas Wieland, der Bauernhofleiter Andreas Abrell (v.r
Nicht nur für die Ziegen des Schulbauernhofs gab es bei dem Besuch von Markus Rösler (3.v.re.) etwas. Über den angekündigten Zuschuss freuen sich unter anderem der Geschäftsführer der Diakonie, Andreas Wieland, der Bauernhofleiter Andreas Abrell (v.re.) und der pädagogische Leiter Florian Aufrecht (2.v.li.). Foto: Chris Riekert
Bei einem Besuch hat der Abgeordnete Markus Rösler den Verantwortlichen die Botschaft überbracht. Eine solche Unterstützung gab es aber nicht immer.

Korntal-Münchingen. „Gute Bildungsarbeit wissen wir zu schätzen“ – mit diesem Lob kam der Grünen-Landtagsabgeordnete Markus Rösler jüngst auf den Schulbauernhof „Zukunftsfelder“ am Ortsrand von Korntal. Und nicht nur damit. Denn der Politiker konnte mitteilen, dass es für die besondere Einrichtung mit dem kommenden Doppelhaushalt jährlich und dauerhaft einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro gibt.

Herausragende Bildungsarbeit

Rösler, der sich als finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion in den Haushaltsverhandlungen persönlich für diese Förderung eingesetzt hatte, dazu: „Bildung für Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unseres landespolitischen Programms. Der Schulbauernhof „Zukunftsfelder“ leistet herausragende Bildungsarbeit und ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, Landwirtschaft hautnah zu erleben und dabei wertvolle Einblicke in nachhaltige Produktionsweisen zu gewinnen.“ Unter anderem helfen die Schüler mit beim Eier einsammeln, Tiere pflegen, der Milchverarbeitung oder dem Zubereiten regionaler Gerichte aus dem eigenen Anbau des Bio-Bauernhofs.

Minus in der Bilanz durch Corona und Mindestzahlen

Doch eine solche Unterstützung wie nun angekündigt gab es in den vergangenen Jahren nicht immer. Während der Corona-Zeit waren längere außerschulische Aufenthalte nicht erlaubt, und allein im ersten Quartal 2022, als vieles im Land für Erwachsene schon wieder geöffnet war, fehlten der Einrichtung rund 70.000 Euro, hatte Florian Aufrecht bei einem Termin Anfang 2023 über die Bedingungen rund um seinen Start als pädagogischer Leiter bilanziert. Die Verantwortlichen überlegten sich zwar Alternativen wie Tagesangebote, die ohne Stornogebühren von den Schulen gecancelt werden konnten, eine Übernahme dieser Gebühren hatte das Kultusministerium jedoch nur bis Ende 2021 zugesagt. Die Entscheidung, trotz dieses finanziellen Risikos solche Angebote zu machen, sei im Sinne der Kinder aber richtig gewesen, so Aufrecht.

Das galt auch dafür, Aufenthalte ebenso Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) zu ermöglichen, obwohl in den Klassen für Lern-, Hör- oder körperlich Behinderte eigentlich zu wenige Schüler sind. Denn damit sich die Kosten des Schullandheims tragen, muss pro Woche für mindestens 24 Schüler gezahlt werden – doch in den SBBZ liegt der Klassenteiler bei 12, und einfach zusammenlegen geht nicht. Hier kündigte aber eine Stiftung eine Unterstützung an, auf die Aufrecht weiterhin hofft.

Das sagen die Verantwortlichen

Dass es nun auch Gelder für den Hauptbereich – für 2025 ist das Schullandheim übrigens fast komplett ausgebucht – gibt, freute die Zuständigen natürlich bei dem Termin. „Für die tägliche Arbeit mit den Kindern und Schulklassen ist das auch eine starke Ermutigung und Motivation für unsere Arbeit“, wird Andreas Wieland, der Geschäftsführer der Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde, in einer Mitteilung zitiert. Und Florian Aufrecht ergänzt: „Wir sehen das als wichtige Investition in die Kinder und Jugendlichen an, die Ernährung und Konsumverhalten der künftigen Gesellschaft damit positiv verändern können und werden.“