Marbach. Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Jan Trost hat das Preisgericht den Schillerpreis der Stadt Marbach
2025 einstimmig dem Pianisten Igor Levit zuerkannt. In der Begründung heißt es unter anderem: „Levit ist ein Künstler, der das ästhetische Material der Großen und Größten (Beethoven vor allem) hinreißend spielend
durchdringt und auch in der Auseinandersetzung mit der Moderne eigenwillige Akzente setzt.“ Er sei ein Denker und Akteur, der seine spielerische Gabe ganz im
Sinne Schillers in den aufklärend bewegenden, intellektuell so sorgsam wie leidenschaftlich reflektierten Dienst von Welt, Nation und Gesellschaft stelle. Levit, gebürtige Russe und Jude, in Deutschland aufgewachsen und ausgebildet, engagiere sich politisch und sozial, beziehe Stellung und mische sich auch trotz Drohungen und Anfeindungen in Debatten ein.
Einsatz gegen Extremismus
Levit nutzt seine Bekanntheit, um sich gegen Extremismus, Antisemitismus und für Menschenwürde und Demokratie einzusetzen. Mit Aktionen wie „Flügel statt Flügel“ protestierte er im Oktober 2020 mit anderen Musikern vor dem Potsdamer Landtag musikalisch gegen die rechtsextreme Strömung „Der Flügel“ innerhalb der AfD.
Levit setzt sich zudem für die Solidarität mit der Ukraine ein.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird am 10. November, dem 266. Geburtstag Friedrich Schillers, in Marbach von Bürgermeister Jan Trost überreicht. (red)
