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Markus Rösler

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Was macht Johannes Rebmann so außergewöhnlich?

Seine Berühmtheit rührt ja von der Entdeckung des Kilimandscharos sowie von der ersten Karte mit den großen innerafrikanischen Seen her. Das Außergewöhnliche an ihm war seine schon moderne Auffassung im Umgang mit den Menschen: Er erlernte deren Sprachen und Dialekte, schrieb Lexika, lebte bescheiden mitten unter ihnen – und er wünschte sich aus Europa Menschen, die als Handwerker und Landwirte nach Ostafrika kämen und die Sprache der Leute erlernen, um (erst) auf dieser Basis des gemeinsamen Lebens die religiöse Mission voranzubringen.

Was hat Sie auf den Kilimandscharo getrieben?

Kein anderes Gebirgsmassiv der Welt erhebt sich mehr als 5000 Meter über seine ganze Umgebung. Von der Savanne über den Urwald bis zu Fels und Geröllhalden sowie den Gletschern ist die Vielfalt an Lebensräumen einmalig. Und dies alles gekrönt durch den Rebmann-Gletscher, an dem vorbei ich zweimal auf den Gipfel stieg. Das ist eine ganz persönliche Note und Ansporn für mich als Ökologe und Rebmann-Nachfahre.

Welche Rolle spielt Rebmann heute in der Region?

Bis heute ist Johannes Rebmann am Fuß des Kilimandscharos in Tansania sowie in Rabai und Mombasa in Kenia im Gedächtnis der Menschen erstaunlich präsent. Die 1993 in Kalali eröffnete Rebmann-Bibliothek, die wir von der Evangelischen Kirche in Gerlingen, der Rebmann-Stiftung und der Familie unterstützen, spielt natürlich auch eine große Rolle.