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Medizinische Behandlungen auch weiterhin möglich

Viele Patienten sind auf die physiotherapeutische Arbeit angewiesen. Daher dürfen die Praxen auch weiterhin geöffnet bleiben. Allgemein gilt, wer ein Rezept hat, darf auch behandelt werden.

Physiotherapeuten dürfen ihre Praxen laut Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg weiterhin öffnen, da sie als Gesundheitsdienstleistende, mit ihren medizinischen Behandlungen zur Sicherung der medizinischen Versorgung beitragen. Besonders für Patienten mit neurologischen Erkrankungen, wie beispielsweise MS, ist die Behandlung enorm wichtig. Aber auch akute starke Schmerzen sollten behandelt werden.

Arzt entscheidet über Notwendigkeit

„Derzeit werden ausschließlich Maßnahmen vorgenommen, die zwingend nötig sind, für die der Patient also ein Rezept vorlegen kann“, betont Hannah Krappmann, Vorstandsmitglied des Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.. Die Abwägung von Nutzen und Risiko liegt also beim behandelnden Arzt. Zudem können Patienten mit dauerhaftem Behandlungsbedarf die Verordnung auch telefonisch beim Arzt beantragen.

Doch auch viele Patienten mit Rezept sind verunsichert, ob sie Termin wahrnehmen sollen. „Wir raten den Patienten davon ab, den Termin einfach abzusagen“, sagt Krappmann. „Wer unsicher ist, ob er kommen soll, kann sich von seinem Physiotherapeuten beraten lassen. Er kann den Therapiefortschritt am besten einschätzen und den Patienten beraten, in welcher Form die Behandlung fortgesetzt werden kann.“

Der ZKV betont, dass die Patienten unter besonderen Hygienemaßnahmen behandelt werden, die bei Personen der Risikogruppe noch zusätzlich verschärft werden. Wer den Termin wahrnimmt, benötige neben dem Rezept keine Sondergenehmigung oder ein weiteres ärztliches Rezept.

Neue Möglichkeit der Video-Behandlung

Der Verband freut sich darüber, dass die Krankenkassen kürzlich grünes Licht für Video-Behandlungen gegeben haben. So können physiotherapeutische Behandlungen und Reha-Sport zukünftig auch per Videotelefonie angeboten werden. Welche Patienten dafür in Frage kommen, entscheidet der Physiotherapeut selbst. „Vor allem Behandlungen, die viele Übungen beinhalten, wie beispielsweise Krankengymnastik, können dadurch teilweise ersetzt werden“, erklärt Krappmann. Die Patienten benötigen für diese Art der Behandlung lediglich die nötige technische Ausrüstung, wie einen Computer oder ein Smartphone. (hs)