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Mehr Tempo auf dem Weg zur Klimaneutralität

Die fünf von der Bürgerinitiative in Bietigheim-Bissingen: Julian Schreder, Cian Haensch, Julian Straub, Melanie Leibert und Julia Hitsch (v.l.). Foto: Andreas Becker
Die fünf von der Bürgerinitiative in Bietigheim-Bissingen: Julian Schreder, Cian Haensch, Julian Straub, Melanie Leibert und Julia Hitsch (v.l.). Foto: Andreas Becker
Initiative gegründet – Aktionsplan wird gefordert – Kontakte zu allen Parteien im Gemeinderat aufgenommen – Regelmäßige Treffen

Bietigheim-Bissingen. Eine Küche in Bietigheim, am Rand der Altstadt. Hier sitzen fünf junge Menschen, die sich ein Ziel auf die Fahnen geschrieben haben: Sie wollen die Stadt bis zum Jahr 2035 klimaneutral haben. Das ist fünf Jahre, bevor die Stadt am gleichen Punkt angekommen sein will. In Sachen Klimawandel soll also Druck gemacht werden. „Wir verstehen uns nicht als Gegenspieler zur Politik der Stadt. Wir wollen die Wende nur möglichst schnell schaffen und stellen dafür unser Netzwerk zur Verfügung. Wir wollen zwischen der Kommunalpolitik und den Bürgern vermitteln“, sagt Cian Haensch.

Der Name der Initiative „Bietigheim-Bissingen klimaneutral“ ist Programm. Man will eine Bewegung sein, die sich über Parteigrenzen hinweg dem Klimawandel verschrieben hat. Und die jugendliche Zusammensetzung der kleinen Gruppe sagt noch nichts über die Zusammensetzung der Initiative aus. Die Altersspanne liegt zwischen 18 und 60 Jahren.

Die Gruppe steht noch ganz am Anfang. Erst im Oktober gegründet, sucht sie noch den Weg in die Politik. Kontakt mit den Fraktionen im Gemeinderat wurde schon geknüpft. Es fehlen noch Gespräche mit der CDU und den Freien Wählern. Auch mit der Stadtverwaltung wurde gesprochen.

Die Gruppe hat bisher nur knapp über 20 Mitglieder, sie trifft sich einmal die Woche – aber nur online –, um vorerst noch die eigenen Strukturen und die Planung für die Zukunft zu besprechen. Die Initiative ist auch Mitglied bei GermanZero. Dieses bundesweite Bündnis fordert beispielsweise mehr E-Mobilität, bessere Dämmung von Wohn- und Gewerbehäusern, eine klimaneutrale Energiepolitik, mehr Radwege sowie Busse und Bahnen, um zu einer Klimaneutralität im Jahr 2035 zu kommen.

So sieht das auch die Initiative in Bietigheim-Bissingen. „Wir wollen mit der Stadt und allen anderen Beteiligten zusammenarbeiten und die Sache möglichst schnell voranbringen“, sagt Julia Hitsch. Von der Klimaneutralität seien alle Bereiche betroffen, vom Sport über die Politik bis zur Kultur.

„Wir wollen einen Aktionsplan und dieser soll von einem Fachbüro für die Stadt Bietigheim-Bissingen ausgearbeitet werden. Dabei kann festgelegt werden, was und vor allem wann dies angegangen werden kann. Das müssen Fachleute machen, wir können so etwas nicht leisten“, sagt Julian Schreder. Prinzipiell sei man mit den Ansätzen der Stadt schon zufrieden, doch es müsse noch mehr gemacht werden – vor allem schneller. Hierbei will die Initiative auch den Stadtwerken, der Firma Spillmann und der Bietigheimer Wohnbau helfen, alles Tochterfirmen der Stadt Bietigheim-Bissingen.

Klar stehe man auch hinter den Ideen von GermanZero, doch man wolle selbst Ziele entwickeln, speziell für Bietigheim-Bissingen. Dazu trifft man sich regelmäßig, um unterschiedliche Themen zu besprechen.

Info: Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bibi-klimaneutral.de.