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Kommunikationstipps

Mit dem Stift oder dem Handy

Der Landesverband der Gehörlosen nennt drei einfache Möglichkeiten, wie die Kommunikation zwischen Gehörlosen und Hörenden nicht nur in Coronazeiten auch ganz ohne Gebärdensprache oder Fingeralphabet gelingen kann:

..Stift und Papier können helfen. Dabei müsse aber darauf geachtet werden, dass jede Person einen eigenen Stift und eigenes Papier benutzt.

..Außerdem können auf dem Handy Texte eingetippt und gezeigt werden.

..Spracherkennungsapps wandeln das gesprochene Wort in Text um.

Allerdings haben diese Methoden einen Haken. „Die Deutsche Gebärdensprache ist die Muttersprache der meisten gehörlosen Menschen, die deutsche Schriftsprache dagegen Fremdsprache“, sagt der Vorsitzende des Landesverbands der Gehörlosen Baden-Württemberg, Wolfgang Reiner. Der Grund: Unsere Schriftsprache baut auf Lauten auf, die übers Hören erlernt werden.

Für wichtige Gespräche etwa beim Arzt empfiehlt Reiner Gebärdendolmetscher, die auch per Video zugeschaltet werden können. Der Landesverband des Berufsfachverbands der Gebärdensprachdolmetscher hilft unter www.bgd-bw.de bei der Suche. (ioa)