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Besuch im Hofcafé in Löchgau
Mit diesem Rezept von Elke Scheuler gelingt der Apfelkuchen garantiert

Es ist Erntezeit: Elke Scheuler inmitten der Apfelbäume gleich neben dem Hof.
Es ist Erntezeit: Elke Scheuler inmitten der Apfelbäume gleich neben dem Hof.
Auf Scheulers Hof dreht sich nach der Spargel- und Erdbeersaison jetzt im Spätsommer alles um Äpfel. Gleich neben dem Hof wachsen Gala, Rubinette und Elstar. Elke Scheuler verarbeitet sie in der Backstube des Hofcafés zu köstlichen Apfelkuchen.

Löchgau. Es ist Erntezeit. Frank Scheuler hat den Lastwagen vollgeladen. Er bringt die Kisten mit den Äpfeln zur Mosterei. Streuobstwiesenbesitzer aus dem Umkreis können auf dem Hof in Löchgau ihre Äpfel im Tausch gegen Apfelsaft abgeben.

Scheuler’s Hofladen und Hofcafé

Frank Scheuler bewirtschaftet seit 1996 den elterlichen Hof in Löchgau. Ab dem Jahr 2001 unterstützte ihn Elke Scheuler und bereits ein Jahr später gab es einen ersten Hofladen im Anbau am Haus.

Während Frank Scheuler sich um Land- und Viehwirtschaft kümmerte, war der Hofladen das Reich seiner Frau. Das anfangs überschaubare Angebot wurde zügig ausgebaut. Besonders die Backwaren hatten es Elke Scheuler angetan. Für ihr Bauernbrot, den Hefezopf und ihre hausgebackenen Kuchen war sie bald in der Region bekannt.

2013 wurde der neu gebaute Hofladen mit großzügigem Hofcafé eröffnet – und ist heute aus Löchgau nicht mehr wegzudenken.

Im Anbau bilden Spargel, Erdbeeren und Äpfel den Schwerpunkt im Betrieb. Die Bandbreite der Apfelsorten ist groß: Neben Frühäpfeln wachsen und gedeihen auf der Plantage Boskop, Elstar, Rubinette und viele mehr.

„Wir leben hier einen Traum und sind stolz auf das, was wir bisher gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Die Frische und Qualität unserer Produkte und ein starkes Team, das uns unterstützt, sind die Grundsteine unserer täglichen Arbeit. Der persönliche Bezug zu unseren Kunden und Partnern ist uns wichtig“, sagen Frank und Elke Scheuler.

Inzwischen sind die Scheulers nicht mehr nur im nördlichen Landkreis vertreten. Auch in Münchingen gibt es einen Hofladen mit kleinem, aber feinem Hofcafé.

Info: www.scheulers-hofladen.de

Elstar, Jonagold, Rubinette, Fuji und Co.

Natürlich gibt es im Hofladen in diesen Tagen auch die eigene frische Ernte zu kaufen. Die Liste der Sorten, die auf den rund zwei Hektar Anbaufläche der Scheulers reifen, ist lang. Die Frühäpfel sind geerntet. Der Boskop braucht noch ein bisschen. „Wir bauen Elstar, Jonagold, Rubinette, Cox Orange, Braeburn, Fuji, Gala und Topas an“, zählt Elke Scheuler auf. In diesem trockenen Jahr musste die Familie auf den Plantagen immer wieder wässern, damit die Äpfel nicht zu klein und trocken werden.

In der Backstube duftet es derweil nach frisch gebackenem Kuchen. Elke Scheuler öffnet den Ofen und holt einen Apfelkuchen mit Rahmguss und Streuseln heraus. In diesen Wochen dreht sich alles besonders um Äpfel auf dem Hof. Doch für die Auslage des Hofcafés gilt: „Apfelkuchen darf das ganze Jahr im Sortiment nicht fehlen“, so Elke Scheuler.

Diese Äpfel eignen sich am besten für Apfelkuchen

Zum Backen verwendet sie aus dem großen Angebot persönlich am liebsten den fein säuerlichen Elstar oder den Winterapfel Boskop. „Boskop muss man allerdings zügig verarbeiten, weil er besonders schnell braun wird.“ Das beeinträchtige zwar den Geschmack des Kuchens nicht, mag aber aus optischen Gründen nicht jedem gefallen.

Ob sie ein Lieblingsrezept für Apfelkuchen habe? Scheuler lacht und schüttelt den Kopf. „Es gibt so unheimlich viele Rezepte für Apfelkuchen“, da wolle sie keinen Liebling benennen. Sie mag gerne Apfelkuchen mit wenigen, guten Zutaten. Ein gedeckter Apfelkuchen zum Beispiel: Ein einfacher Mürbeteig, Apfelschnitze und Zucker drauf, mit einem dünnen Mürbeteig abdecken und mit verquirltem Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. „Das Rezept ist so einfach und schmeckt trotzdem so gut, auch lauwarm.“

Was bei den Gästen im Café besonders gut ankommt

Die Gäste des Hofcafés lieben besonders Elke Scheulers Apfel-Sahne-Kuchen. „Der muss immer da sein“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Auch dieser Kuchen hat einen Mürbeteigboden als Basis, klein geschnittene und angedickte Äpfel und darüber cremige Sahne. Das genaue Rezept dieses beliebten Kuchens möchte sie lieber nicht verraten.

Ebenfalls sehr lecker und beliebt bei den Gästen ist der Apfelkuchen mit Rahmguss, der noch ein paar Minuten im Ofen backen muss, damit die Streusel knuspriger werden. „Dieses Rezept lässt sich ganz einfach zu Hause nachbacken“, verspricht Elke Scheuler.

Rezept: Apfelkuchen mit Rahmguss und Streuseln:

Zutaten

Für den Boden:

250 g Mehl

125 g Butter

60 g Zucker

1 Ei

Für den Guss:

1 Becher süße Sahne

1 Becher saure Sahne

150 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker

3 Eier

100 g Mondamin

nach Belieben: Zitronenabrieb oder Vanille

Ffür die Streusel:

40 g Zucker

40 g Butter

50 g Mehl

7 bis 10 Äpfel ( je nach Größe)

Zubereitung

Die Zutaten für den Mürbeteig rasch verkneten, Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Teig ausrollen und in eine gefettete Springform geben. Den Rand leicht andrücken.

Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in gleichmäßige Schnitzle schneiden (wer Würfel mag, kann auch die Äpfel würfeln), anschließend auf dem Kuchenboden verteilen. Die Zutaten für den Guss miteinander verrühren und die Masse auf die Äpfel geben.

Zucker, Butter und Mehl zu krümeligen Streuseln verkneten und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

Bei etwa 175 Grad für eine Stunde im Ofen goldbraun backen.