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Mit Nähmaschine und Drucker

Private Initiativen im ganzen Landkreis produzieren Schutzmasken

Überraschung gelungen: Andreas Walker freut sich über das Engagement von Heike Farr und Oliver Nothdurft (v. l.).Foto: privat
Überraschung gelungen: Andreas Walker freut sich über das Engagement von Heike Farr und Oliver Nothdurft (v. l.). Foto: privat
Maskenübergabe: Dominik Gallo mit Heimleiterin Annemarie Keske und Krankenschwester Valentina Stanic (v. l.). Foto: privat
Maskenübergabe: Dominik Gallo mit Heimleiterin Annemarie Keske und Krankenschwester Valentina Stanic (v. l.). Foto: privat

KREIS LUDWIGSBURG. Die Hilfsbereitschaft ist groß: Überall im Landkreis gibt es Menschen, die dringend benötigte Schutzmasken herstellen.

Beispielsweise in Remseck: Dort haben die Mitarbeiter der Evangelischen Jugendhilfe Hochdorf seit Wochen nach Schutzmasken gesucht. Bestellungen waren zunächst nicht möglich, nun dauern die Lieferungen wegen der riesengroßen Nachfrage sehr lange. Da kam die Unterstützung über den Behindertenbeauftragten der Stadt Remseck, Oliver Nothdurft, gerade recht. Er griff auf sein erst kürzlich aufgebautes Netzwerk von privaten Maskennäherinnen zurück. Schon am nächsten Tag überreichten Oliver Nothdurft und die fleißige Näherin Heike Farr 30 Masken an Andreas Walker, den kaufmännischen Vorstand der Jugendhilfe. Er sei beeindruckt gewesen von dieser spontanen Hilfsbereitschaft, berichtet Oliver Nothdurft.

Der Vorstand der Bürgerstiftung Ditzingen hat unterdessen beschlossen, für die Kunden des Strohgäuladens 250 sogenannte Alltagsmasken und für die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Stiftungsprojekten weitere 100 Masken kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Masken bestehen aus zwei Lagen Baumwollstoff und wurden professionell genäht, heißt es in einer Pressemitteilung. Die ersten 150 Exemplare wurden bereits gestern, dem ersten Tag der Maskenpflicht, dem Strohgäuladen in Ditzingen übergeben.

In Bietigheim-Bissingen hat das Altenheim Pro Seniore das Angebot von Schulleiter Stefan Ranzinger vom Beruflichen Schulzentrum gerne angenommen, Gesichtsschutzmasken zur Verfügung zu stellen. Produziert hat diese Masken Werkstattlehrer Dominik Gallo. Dazu hat er einen schuleigenen 3D-Drucker mit nach Hause genommen und während der Osterferien 30 Schutzmasken hergestellt. Für eine Maske benötigt man etwa dreieinhalb Stunden.

Der Clou bei der Sache: Als Sichtschutzfolie werden Folien verwendet, die sonst bei Tageslichtprojektoren zum Einsatz kommen. Davon hat die Schule noch mehrere Hundert, die sie aufgrund der Digitalisierung nicht mehr benötigt. Heimleiterin Annemarie Keske freute sich über die zusätzliche Sicherheit für ihre Mitarbeiter und die Heimbewohner. (red)