Ditzingen. Ob Erste-Hilfe-Grundlagen oder spezialisierte Themen: Am Samstag konnten sich die Kinder und Jugendlichen je nach Vorwissen weiterbilden. Die Jüngsten lernten Basismaßnahmen der Ersten Hilfe, während die Schulsanitäterinnen und -sanitäter realistische Unfalldarstellungen und die Arbeit des Rettungsdienstes kennenlernten oder trainierten, wie sie Sportverletzungen versorgen oder Verletzte transportieren können. Im Anatomie-Workshop wurden Schweineherzen seziert und geschaut, wie so ein Herz aufgebaut ist.
Übungsszenario: Explosion im Chemiesaal
Mehr als 50 Ehrenamtliche waren im Einsatz – in der
Organisation, der Verpflegung, den Workshops, dem Sanitäts- und
Nachtdienst. Sie bereiteten auch die große Abschlussübung vor, an der erstmals auch die Katastrophenschutzeinheiten beider Organisationen sowie zwei Ehrenamtliche des Kriseninterventionsteams aus Stuttgart (KIT)
beteiligt waren.

Das Szenario der Übung: Im Chemiesaal der Schule hat es eine Explosion gegeben. Voller Panik sind Schülerinnen und Schüler die Treppe hinabgelaufen und haben sich verletzt – es gibt Knochenbrüche, Kopfwunden, Verbrennungen, Verätzungen. Insgesamt sind 45 Betroffene zu versorgen.
Ganz praktische Übungen
„Es ist gut, dass wir als Katastrophenschutz hier zusammen
praktisch üben konnten. Wir haben die strukturierte Patientenablage
geübt, die medizinische Erstversorgung und die Betreuung, bis die
Verletzten in die Krankenhäuser transportiert werden können“, erklären Michael Becker, Zugführer der 7. Katastrophenschutzeinheit der Malteser Stuttgart und Anke Moritz, Zugführerin der 6. Einsatzeinheit Johanniter-Unfallhilfe.
Teamwork, Freude und Spaß
Die Übung war sehr lehrreich für alle Beteiligten. Und die Rückmeldungen der Jugendlichen zum gesamten Wochenende waren sehr positiv: „Es war das beste Wochenende des Jahres“, erzählen zum Beispiel Charlotte, Lilly und Almani aus Oberkochen. „Beim Wochenende konnten wir viele neue Leute kennenlernen – hier gab es Teamwork, Freude und Spaß.“ Besonders beeindruckt habe sie der Workshop zur realistischen Unfalldarstellung und wie bei der Übung alles ineinandergriff. (red)
