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Fast 200 Jugendliche trainieren den Ernstfall
Knochenbrüche und Kopfwunden: Realschule Ditzingen ist Schauplatz einer Großübung

Der Ausgangspunkt der Übung: eine Explosion im Chemiesaal der Ditzinger Realschule.
Der Ausgangspunkt der Übung: eine Explosion im Chemiesaal der Ditzinger Realschule. Foto: KS-Images.de / Andreas Rometsch
187 junge Leute aus den Jugend- und Schulsanitätsdiensten der Johanniter und Malteser haben an der Realschule Ditzingen gemeinsam Erste Hilfe trainiert.

Ditzingen. Ob Erste-Hilfe-Grundlagen oder spezialisierte Themen: Am Samstag konnten sich die Kinder und Jugendlichen je nach Vorwissen weiterbilden. Die Jüngsten lernten Basismaßnahmen der Ersten Hilfe, während die Schulsanitäterinnen und -sanitäter realistische Unfalldarstellungen und die Arbeit des Rettungsdienstes kennenlernten oder trainierten, wie sie Sportverletzungen versorgen oder Verletzte transportieren können. Im Anatomie-Workshop wurden Schweineherzen seziert und geschaut, wie so ein Herz aufgebaut ist.

Übungsszenario: Explosion im Chemiesaal

Mehr als 50 Ehrenamtliche waren im Einsatz – in der

Organisation, der Verpflegung, den Workshops, dem Sanitäts- und

Nachtdienst. Sie bereiteten auch die große Abschlussübung vor, an der erstmals auch die Katastrophenschutzeinheiten beider Organisationen sowie zwei Ehrenamtliche des Kriseninterventionsteams aus Stuttgart (KIT)

beteiligt waren.

Auf dem Schulhof wurden die Verletzten „gesammelt“.
Auf dem Schulhof wurden die Verletzten „gesammelt“. Foto: KS-Images.de / Andreas Rometsch

Das Szenario der Übung: Im Chemiesaal der Schule hat es eine Explosion gegeben. Voller Panik sind Schülerinnen und Schüler die Treppe hinabgelaufen und haben sich verletzt – es gibt Knochenbrüche, Kopfwunden, Verbrennungen, Verätzungen. Insgesamt sind 45 Betroffene zu versorgen.

Ganz praktische Übungen

„Es ist gut, dass wir als Katastrophenschutz hier zusammen

praktisch üben konnten. Wir haben die strukturierte Patientenablage

geübt, die medizinische Erstversorgung und die Betreuung, bis die

Verletzten in die Krankenhäuser transportiert werden können“, erklären Michael Becker, Zugführer der 7. Katastrophenschutzeinheit der Malteser Stuttgart und Anke Moritz, Zugführerin der 6. Einsatzeinheit Johanniter-Unfallhilfe.

Teamwork, Freude und Spaß

Die Übung war sehr lehrreich für alle Beteiligten. Und die Rückmeldungen der Jugendlichen zum gesamten Wochenende waren sehr positiv: „Es war das beste Wochenende des Jahres“, erzählen zum Beispiel Charlotte, Lilly und Almani aus Oberkochen. „Beim Wochenende konnten wir viele neue Leute kennenlernen – hier gab es Teamwork, Freude und Spaß.“ Besonders beeindruckt habe sie der Workshop zur realistischen Unfalldarstellung und wie bei der Übung alles ineinandergriff. (red)