Murr. Nach 15 Jahren an der Spitze hätte Marcus Leibbrandt eigentlich bei der Hauptversammlung sein Amt als Kommandant an einen Nachfolger übergeben wollen. Der Feuerwehrausschuss hat sich bereits 2024 dafür ausgesprochen, ihn dann als Ehrenkommandant auszuzeichnen. Leibbrandt verstarb allerdings im Juni nach schwerer Krankheit. Mit der Ernennung zum Ehrenkommandanten soll sein nachhaltiges Wirken und Tun für die Feuerwehr Murr posthum gewürdigt werden, heißt es in der Pressemitteilung der Feuerwehr.
Einsatzabteilung mit 50 Angehörigen
Der stellvertretende Kommandant Jochen Glück blickte in seinem Bericht auf den Personalstand der Wehr. Der Einsatzabteilung gehören 50 Personen an, davon vier Frauen. Elf Personen umfasst die Jugendabteilung. Die Altersabteilung hat 16 Mitglieder. Es gab zwei Zugänge in der Einsatzabteilung sowie drei Austritte.
Die Anzahl der Einsätze erhöhte sich laut Glück im Vergleich zum Vorjahr erneut. 2024 gab es 60 Einsätze, davon 30 Brände, 27 technische Hilfeleistungen und drei Gefahrgut-Einsätze. Etwa ein Viertel der Einsätze führte die Murrer Wehr nach Steinheim, Pleidelsheim, Marbach und Hessigheim. Die Ausrückzeit lag meist bei vier bis fünf Minuten, das sei auf eine hohe Tagesverfügbarkeit der Kameraden zurückzuführen, so Glück.
Bürgermeister dankt für großes Engagement
Der Bürgermeister bedankte sich für das Engagement der Feuerwehrangehörigen, was sich an der hohen Anzahl an Einsatz- und Übungsstunden widerspiegele. Er blickte vor allem auf das besondere Jahr 2024 und den Tod von Kommandant Marcus Leibbrandt zurück. Auch das modernisierte Löschgruppenfahrzeug stand im vergangenen Jahr im Fokus und wurde am Sommernachtsfest offiziell übergeben. Die wichtige Rolle der Feuerwehr im Katastrophenschutz habe sich bei den Hochwassereinsätzen in Murr und in Hessigheim gezeigt, bei denen auch die Zusammenarbeit mit dem Bauhof hervorragend funktioniert habe, so Bartzsch. Im Ausblick auf das laufende Jahr sprach er die Erneuerung der EDV-Systeme an und dass ein Feuerwehrbedarfsplan erstellt werden soll.
Jochen Glück und Philipp Wurster an die Spitze gewählt
Nach dem Grußwort des Bürgermeisters folgte die Wahl zum Kommandanten und seinem Stellvertreter. Als Kommandant kandidierte der bisherige Stellvertreter Jochen Glück. Für das Amt des Vize stand Philipp Wurster zur Wahl. Beide wurden in geheimer Wahl mit überragender Mehrheit gewählt, heißt es in der Mitteilung.
Auch Brandmeister-Vize gratuliert zur Wahl
Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Korz blickte auf das bewegte Jahr 2024 zurück. Er sprach den kommenden digitalen Einsatzstellenfunk, die Ausschreibung eines Einsatzleitwagens 2 und die Notwendigkeit eines neuen Katastrophenschutzzentrums mit integrierter Leitstelle an.
Beförderungen und Ehrungen

Der Bürgermeister, der neue Kommandant und sein Stellvertreter beförderten und ehrten verdiente Mitglieder. Zum Feuerwehrmann wurden Marvin Stieber, Christoph Gulde und Marvin Rams ernannt. Lukas Albrecht und Jona Walouch wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Maximilian Mäule befördert. Christian Härer und Philipp Wurster wurden zum Löschmeister befördert. Zum Oberlöschmeister wurde Marc Seitz befördert. Für 15 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit wurde Patrick Löw geehrt. Für 25 Jahre wurden Ronald Beck, Jürgen Bohn, Christian Härer und Marc Seitz geehrt. Matthias Blank wurde für 30 Jahre und Rainer Allmendinger für 40 Jahre geehrt.
Abschiedsgeschenk für Jugendleiter
Für die meisten Übungsstunden wurde Lara Berger und für die meisten Einsatzstunden Alexander Rohde hervorgehoben. Maximilian Fink, langjähriges Feuerwehrmitglied und Jugendleiter, hört aufgrund seines Wohnortwechsels auf. Er erhielt ein Abschiedsgeschenk.
