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Verwaltungen proben Abläufe und Kommunikation
Orkan und Stromausfall: Katastrophenschutz-Übung im Kreis Ludwigsburg

Das Übungsszenario geht davon aus, dass ein Orkan große Schäden im Landkreis anrichtet und es deshalb zu einem flächendeckenden Stromausfall kommt.
Das Übungsszenario geht davon aus, dass ein Orkan große Schäden im Landkreis anrichtet und es deshalb zu einem flächendeckenden Stromausfall kommt. Foto: Alfred Drossel (Symbolbild)
Wie gut sind Verwaltungen auf eine Katastrophe vorbereitet? Das soll die Übung „Familia Communalis“ zeigen, die am 3. und 4. Juli im Landkreis stattfindet.

Kreis Ludwigsburg. Landrat Dietmar Allgaier betont die Bedeutung solcher Übungen: „Die Krisen der vergangenen Jahre – insbesondere das Hochwasser an Pfingsten 2024 – haben gezeigt, wie wichtig eingespielte Abläufe, funktionierende Kommunikationswege und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten sind. Mit der Übung ‚Familia Communalis‘ stärken wir unsere Fähigkeit, auch unter außergewöhnlichen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben.“

18 Städte und Gemeinden beteiligt

Die Übung ist laut Landratsamt als „strategische Stabsrahmenübung“ konzipiert und stellt administrative und organisatorische Abläufe und Entscheidungen in den Mittelpunkt. Sie sei keine Blaulicht- oder Schauübung. Beteiligt sind 18 Städte und Gemeinden im Landkreis mit ihren kommunalen Krisenstäben. Parallel arbeitet der Verwaltungsstab des Landkreises Ludwigsburg als untere Katastrophenschutzbehörde.

Während der Übung werden zudem die „Katastrophenschutz-Leuchttürme“ in ausgewählten Feuerwehrhäusern alarmiert und betrieben sowie Notfalltreffpunkte als Anlaufstellen für die Bevölkerung einbezogen.

Kommunikationswege fallen aus

Ausgangslage der Übung ist ein schwerer Orkan, der im Kreisgebiet erhebliche Schäden verursacht. Es kommt außerdem zu einem flächendeckenden Stromausfall, so dass Kommunikationswege schrittweise ausfallen. Im Mittelpunkt der Übung steht die Fähigkeit, Informationen auch unter erschwerten Bedingungen auszutauschen und auf alternative Kommunikationsmittel umzuschalten, teilt das Landratsamt mit.

Die Übung dauert am Freitag, 3. Juli, von 12 bis 18 Uhr. Am Samstag wird sie von 8 bis 12 Uhr fortgesetzt. Während am Freitag die Bewältigung der Orkanfolgen und der Aufbau der Stabsarbeit im Vordergrund stehen, liegt der Schwerpunkt am Samstag auf den Auswirkungen des angenommenen Stromausfalls.

Ergänzend übt der Landkreis Ludwigsburg in der Nacht auf Samstag den Aufbau und Betrieb einer Notunterkunft in der Groener Straße in Ludwigsburg.

Testwarnung über die NINA-App

Im Rahmen der Übung wird die Bevölkerung auch über die Warn-App NINA informiert. Zu Übungszwecken wird eine Warnmeldung versendet. Der Landkreis Ludwigsburg weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Meldung Teil der Katastrophenschutzübung ist. Für die Bevölkerung bestehe kein Grund zur Sorge und es liege keine reale Gefahr vor. (red)