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Eichwald

Porsche startet Pilotcenter neben dem Ersatzteillager

Im Eichwald entsteht die zentrale Fertigungsstätte für Prototypenfahrzeuge der Firma Porsche. Daraus werden dann die zukünftigen Serienmodelle entwickelt. Das schafft 200 neue Arbeitsplätze.

Im westlichen Teil des Gewerbegebiets Eichwald hat der Stuttgarter Autobauer mit dem Hochbau seines neuen Werks begonnen.Foto: Alfred Drossel
Im westlichen Teil des Gewerbegebiets Eichwald hat der Stuttgarter Autobauer mit dem Hochbau seines neuen Werks begonnen. Foto: Alfred Drossel

Sachsenheim/Bietigheim-Bissingen. Mit dem Bau der zentralen Fertigungsstätte für Prototypenfahrzeuge zukünftiger Porsche-Serienmodelle wurde im Gewerbegebiet Eichwald begonnen. Hieran ist auch die Stadt Bietigheim-Bissingen beteiligt. Firmenintern wird das Bauvorhaben „Pilotcenter“ genannt. Der Stuttgarter Autobauer nutzt dazu die rund zehn Hektar große Optionsfläche am westlichen Rand des Gewerbegebiets, die direkt an das bestehende Zentrallager angrenzt. Die Regie soll die Produktion haben.

Gebaut werden zwei eingeschossige Produktionshallen mit je rund 8000 Quadratmeter für Karosseriebau und Montage, die durch ein Verbindungsgebäude mit entsprechenden Sozial- und projektbezogenen Arbeitsflächen ergänzt werden. Das Gebäude wird insgesamt 23000 Quadratmeter groß. Projektbezogen sind später, nach Angaben von Porsche, bis zu 200 Mitarbeiter am Standort tätig, die Spanne der Arbeitsplätze reicht dabei vom Facharbeiter bis zum Ingenieur.

Das Pilotcenter ist über einen Verkehrskreisel von der Umgehungsstraße aus erreichbar und durch eine interne Anbindung auf dem Grundstück auch mit dem Zentrallager verbunden. Der Zweckverband Eichwald hatte sich beim Bau des Kreisels gegenüber dem Regierungspräsidium durchgesetzt, das keinen Kreisel wollte.

Der Verband und die Verbandskommunen hatten bei dem Porscheprojekt auf Tempo gedrückt. Nach erfolgreichem Abschluss des Bebauungsplanverfahrens und der erteilten Baugenehmigung, konnten im Januar dieses Jahres die Baumaßnahmen im Eichwald beginnen.

Im März wurde mit den Fundamentarbeiten und dem Hochbau begonnen. Mit der Fertigstellung des Gebäudes und der Aufnahme des Betriebes wird nach Angaben von Porsche im Jahr 2022 gerechnet.

Bisher werden die Prototypen von künftigen Porsche-Modellen vor allem in Zuffenhausen hergestellt. Durch die Entscheidung, den Taycan, den ersten rein elektrischen Sportwagen, am Stammsitz zu bauen, wird dort allerdings umgeplant.

Die Montage der Vorserienmodelle kommt deshalb an den Eichwald. Bisher ist das zentrale Ersatzteillager von Porsche im Eichwald beheimatet, das derzeit an der östlichen Seite ebenfalls erweitert wird. Insgesamt arbeiten an dem Standort derzeit rund 650 Mitarbeiter.

Synergien erhofft sich der Autobauer vor allem dadurch, dass einige Bauteile bereits in Sachsenheim gelagert werden und künftig nicht mehr hin und her transportiert werden müssen. Außerdem hat sich mit dem Zulieferer Dräxlmaier ein Unternehmen im Eichwald angesiedelt, das verschiedene Bauteile für E-Autos herstellt, vor allem Batterien.

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